IWF-Vorsitz Europäer einigen sich auf fünf mögliche Lagarde-Nachfolger

Einer dieser fünf soll's werden: Die möglichen Kandidaten für die Nachfolge der bisherigen Chefin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde stehen fest. Traditionell ist die IWF-Spitze in europäischer Hand.

Die bisherige IWF-Vorsitzende Christine Lagarde wird Präsidentin der Europäischen Zentralbank
Jacques Witt / AFP

Die bisherige IWF-Vorsitzende Christine Lagarde wird Präsidentin der Europäischen Zentralbank


Die Europäer haben sich auf fünf mögliche Kandidaten für die Nachfolge von Christine Lagarde an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) geeinigt. In der engeren Auswahl sind etwa der Niederländer Jeroen Dijsselbloem, früherer Euro-Gruppenchef sowie der Finne und ehemalige EU-Kommissar Olli Rehn, wie das französische Finanzministerium am Freitagabend mitteilte.

Zu den fünf Kandidaten zählen außerdem die spanische Wirtschaftsministerin Nadia Calvino, der portugiesische Vorsitzende der Euro-Gruppe Mario Centeno und die ehemalige Vize-Präsidentin der EU-Kommission, Kristalina Georgiewa aus Bulgarien.

Die aktuelle IWF-Chefin Lagarde soll an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) wechseln. Frankreich koordiniert die Kandidatenauswahl seitens der Europäer. Ihr Ziel ist es, einen gemeinsamen Kandidaten zu präsentieren, der weitreichende Erfahrungen auf dem Gebiet der internationalen Finanzbeziehungen hat, hieß es aus dem französischen Finanzministerium.

Favorit soll in zweiter Beratungsrunde gekürt werden

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire hatte in der vergangenen Woche mit den verantwortlichen Ressortchefs beraten - darunter auch mit dem deutschen Vize-Kanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD). In einer zweiten Beratungsrunde fordert Le Maire die europäischen Finanzminister nun auf, ihren Favoriten unter den fünf möglichen Kandidaten zu benennen. Le Maire will so schnell wie möglich zu einem Ergebnis kommen und sich noch an diesem Wochenende an seine Amtskollegen wenden.

Die Europäer hatten zuvor betont, bis Monatsende einen gemeinsamen Anwärter für die Nachfolge zu bestimmen. Das hatte Le Maire auf dem Finanzministertreffen der sieben führenden westlichen Wirtschaftsmächte (G7) bei Paris vor einer Woche angekündigt. Die IWF-Führung ist traditionell in europäischer Hand.

yer/dpa



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