Stärkeres Wachstum Japans "Abenomics" wirken im ersten Quartal

Die lockere Geldpolitik Japans - "Abenomics" genannt - scheint zu funktionieren. Die Wirtschaft des Landes ist im ersten Quartal stärker gewachsen als angenommen. Der Nikkei steigt um fast fünf Prozent.

Lkw-Export in Yokohama: Schwacher Yen begünstigt Ausfuhren
AP/dpa

Lkw-Export in Yokohama: Schwacher Yen begünstigt Ausfuhren


Tokio - Shinzo Abes Rezept zur Wirtschaftsankurbelung trägt zunehmend Früchte. Die Wirtschaft des Landes ist im ersten Quartal noch stärker gewachsen als gedacht. Nach revidierten Daten der Regierung vom Montag stieg das Bruttoinlandsprodukt zwischen Januar und März um eine hochgerechnete Jahresrate von 4,1 Prozent. Zunächst hatten die amtlichen Statistiker ein Wachstum von 3,5 Prozent berechnet, nach 1 Prozent im Vorquartal. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs die Wirtschaft um 1,0 statt 0,9 Prozent.

"Abenomics" - mit dieser Wortschöpfung aus dem Namen "Abe" und dem englischen "Economics" bezeichnen die Japaner die neue Heilslehre, mit der ihr Premier die Insel aus mehr als zwei Jahrzehnten der Dauerkrise erlösen will. Der seit Dezember amtierende Ministerpräsident setzt dabei auf Konjunkturprogramme, eine enorme Geldschwemme und Deregulierungen.

An den japanischen Börsen kamen die aktuellen Konjunkturdaten gut an. Der Nikkei stieg um fast fünf Prozent.

yes/dpa/Reuters

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marthaimschnee 10.06.2013
1.
Das beudeutet dann wohl die finanzökonomische Bankrotterklärung. Entweder Sparen und Rezession, oder Schulden und Wachstum. Von welcher Seite man es auch betrachtet, die finazielle Repräsentation der Realwirtschaft ist funktionell unbrauchbar (geworden)!
dapmr75 10.06.2013
2. Wirkt das Doping endlich? Kraft pur?
Beeindruckend, wie das BIP wächst, leider wird es wahrscheinlich nominales BIP sein und eine kurze Haltbarkeit haben. Aber warum hinterfragen, Doping ist immer auch gut zur langfristigen Gesundung, dass sieht man im Sport...
Flinsenberger 10.06.2013
3.
Zitat von dapmr75Beeindruckend, wie das BIP wächst, leider wird es wahrscheinlich nominales BIP sein und eine kurze Haltbarkeit haben. Aber warum hinterfragen, Doping ist immer auch gut zur langfristigen Gesundung, dass sieht man im Sport...
Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist, befindet sich Japan seit 20 Jahren in einer Deflation. Die aktuellen Inflationsdaten weisen 0,13% aus. Momentan sinkt einzig der Außenwert des Yen. "Wahrscheinlich nominales BIP"... Wie wäre es, wenn Sie sich die Fakten besorgen, die einen Klick weit weg sind, bevor sie einfach nur vor sich hin reden?
Flinsenberger 10.06.2013
4.
Zitat von marthaimschneeDas beudeutet dann wohl die finanzökonomische Bankrotterklärung. Entweder Sparen und Rezession, oder Schulden und Wachstum. Von welcher Seite man es auch betrachtet, die finazielle Repräsentation der Realwirtschaft ist funktionell unbrauchbar (geworden)!
Was hat das denn mit Schulden zu tun? Schulden hat Japan ohnehin. Hier geht es darum, eine Inflations-Politik des leichten Geldes zu machen, um aus der Deflation rauszukommen. Und Inflationspolitik bedeutet in diesem Fall, einen Zielwert von 2% Inflation zu haben. Dies entspricht dem Zielwert der Eurozone. Und hier wird ein Fass aufgemacht, dass Japan der böse Bube der Weltfinanzmärkte sei. Es ist manchmal wirklich schwer, aus dem Kopfschütteln heraus zu kommen.
sansiro222 10.06.2013
5. Heute 636 Punkte rauf,
morgen 800 Punkte runter, dann nochmal, dann wieder 900 rauf, das ist doch weiter nichts als gedoptes Gezocke: Gehts runter, gibts Notenbankkohle und die Anleger kassieren die ab, um das ganze unendliche Male zu wiederholen. Was hat das mit Wirtschaft zu tun??? Reine Gezocke auf Staatskosten, mehr nicht. Dennoch: Es gibt was zu holen - nehmen wir es mit.
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