Fachkräftemangel Spahn rekrutiert in Mexiko Pfleger für Deutschland

In Deutschland fehlen Pfleger, in Mexiko aber findet selbst gut ausgebildetes Personal keine Beschäftigung. Bundesgesundheitsminister Spahn wirbt deshalb vor Ort um Fachkräfte. Rund hundert sind bereits in Deutschland.

Kinderkrankenhaus in Mexico-Stadt: Viele mexikanische Pfleger finden keinen Job
Carlos Jasso/ REUTERS

Kinderkrankenhaus in Mexico-Stadt: Viele mexikanische Pfleger finden keinen Job


Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wird angesichts des Pflegenotstandes an diesem Freitag in Mexiko um Pflegerinnen und Pfleger werben. In Mexiko herrscht derzeit ein Überangebot an gut ausgebildetem Pflegepersonal.

Es gehe darum, denjenigen Menschen eine Chance in Deutschland zu bieten, die in Mexiko trotz guter Ausbildung keine Chance auf einen Job hätten, sagte Daniel Terzenbach aus dem Vorstand der Bundesagentur. 100 Pflegerinnen und Pfleger aus Mexiko seien bereits in Deutschland eingetroffen.

Die Bundesagentur versucht seit fünf Jahren, nicht nur Akademiker, sondern auch Angehörige nicht akademischer Berufe aus dem Nicht-EU-Ausland nach Deutschland zu holen, um den Fachkräftemangel einzudämmen. Durch solche Spezialprogramme sind in dem Zeitraum 3600 Verträge geschlossen worden - 2100 Personen sind bereits in Deutschland. Der Rest bereitet sich noch vor, etwa mit Sprachkursen.

Terzenbach wies darauf hin, dass bei den Rekrutierungsprogrammen, die es etwa auch für die Philippinen oder Tunesien gibt, strenge Vorgaben der Vereinten Nationen eingehalten werden. Es gehe um faire und nachhaltige Rekrutierungen. "Beide Länder müssen etwas davon haben."

hej/dpa



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