Staatssekretär im Arbeitsministerium Asmussens Wechsel zur KfW geplatzt

Sozialstaatssekretär Jörg Asmussen wird nach SPIEGEL-Informationen doch nicht zur staatlichen KfW-Bank wechseln. Er konnte sich mit seinem Beinahe-Chef nicht einigen, in welcher Stadt er arbeiten soll.

Jörg Asmussen (Archiv): Rückkehr ins Arbeitsministerin ist Asmussen versperrt
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Jörg Asmussen (Archiv): Rückkehr ins Arbeitsministerin ist Asmussen versperrt

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Der Wechsel von Sozialstaatssekretär Jörg Asmussen zur staatlichen KfW-Bankengruppe ist gescheitert. Wie der SPIEGEL aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen erfuhr, konnte sich Asmussen nicht mit KfW-Chef Ulrich Schröder einigen, in welcher Stadt er hauptsächlich arbeiten sollte.

Asmussen sollte als Generalbevollmächtigter bei der KfW anheuern; er hatte vor, aus familiären Gründen hauptsächlich in der Berliner Dependance zu arbeiten. Schröder hingegen bestand darauf, dass Asmussen vor allem am Hauptsitz der KfW in Frankfurt Präsenz zeigt.

Durch das Scheitern dürften sich Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) gleichermaßen düpiert fühlen. Beide hatten sich dafür stark gemacht, dass Asmussen zunächst als Generalbevollmächtigter bei der staatlichen Förderbank beginnt und dann nach einer Übergangszeit in deren Vorstand aufrückt.

Eine Rückkehr ins Arbeitsministerium ist Asmussen versperrt. Die ehemalige SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi ist schon als seine Nachfolgerin berufen. Asmussen hatte vor zwei Jahren seinen Job als Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank in Frankfurt aufgegeben, um sich mehr seiner Familie in Berlin widmen zu können.



insgesamt 52 Beiträge
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einwerfer 16.12.2015
1. Dem Herren
würde ich es wünschen, dass er sich auf dem freien Markt bewähren muss. Oder, wie es in dem von Herrn Asmussen so geliebten neoliberalen Neusprech heißt, sich neuen Herausforderungen stellen darf.
speedy 16.12.2015
2. Im Oktober war doch alles klar???
Im Oktober gab es auf SPON die Nachricht das Asmussen wegen Ärger mit Frau Nahles zur KfW wechselt.Dort war eindeutig zu lesen das er in Frankfurt am Main arbeiten muss.Warum dann jetzt diese angebliche nicht Einigung des Arbeitsplatzes??? Was läuft wirklich hinter den Kulissen liebe SPON.Die Geschichte jedenfalls nehmen wir euch nicht ab.
J'y vais 16.12.2015
3. Ein Lehrbeispiel für alle Männer!
Karriere und Familie - vollkommen inkompatibel. Ein Topmanager geht aus familiären Gründen in einen unterbezahlten Job in Berlin. Dort kommt er mit seiner inkompetenten Chefin nicht klar. Er steigt aus der Politik aus und geht in das Finanzwesen zurück. Zuerst als besserer Lehrling (da noch ohne Banklizenz). Deshalb wäre sein Wunsch, in Berlin stationiert zu werden, wohl nicht so dramatisch negativ zu bewerten gewesen. Sein neuer Chef muss aber zeigen, wo der Hammer hängt! Aus die Maus. Und da will man uns Männern weismachen, wir könnten familienfreundlich Karriere machen. Pustekuchen!
Velociped 16.12.2015
4. vorbildlich
Da setzt ein Mann und Vater in gehobener Position mal die Familie nicht an letzter Stelle. Doch statt Unterstützung oder Bewunderung erntet er nur Häme. Hier ist ein Umdenken wichtiger als irgendwelche unsinnigen Quoten. Solange wir von Führubgskräften erwarten, dass sie ihr Privatleben vernachlässigen, werden nur wenige gute Frauen Interesse daran zeigen.
Baikal 16.12.2015
5. Keine Angst um ihn
für den muß die SPD schon sorgen - aus reiner Sorge er rede sonst zuviel aus der guten alten Schröder-Agenda-Zeit. Da liegt noch viel Sprengstoff und auch die EZB-Zeiten dürften Mafia Draghi auch noch querliegen, was da alles so verhackstückt wurde mit Griechenland-Helfer Goldman Sachs etwa und was Schäuble davon so hielt.Murksel diesmal nicht, die wußte ja nichts.
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