Kambodscha Hunderte Textilarbeiter in Ohnmacht gefallen

In Kambodscha sind binnen zwei Tagen etliche Arbeiter in Ohnmacht gefallen - in sieben Fabriken. Die Regierung macht dafür Pestizide verantwortlich, die Bauern auf umliegenden Feldern versprüht haben sollen.

Textilarbeiter in Kambodscha (Archivbild): Hunderte Ohnmachtsanfälle
DPA

Textilarbeiter in Kambodscha (Archivbild): Hunderte Ohnmachtsanfälle


In Kambodscha haben mehrere Hundert Textilarbeiter in sieben verschiedenen Fabriken Ohnmachtsanfälle erlitten. Verantwortlich dafür war ein auf nahe gelegenen Reisfeldern versprühtes Insektenschutzmittel, wie die Nachrichtenagentur AFP und weitere Medien unter Berufung auf Regierungsangaben melden.

Am Freitag klagten rund 250 Beschäftigte in sechs Textilfabriken in einem Industriegebiet nahe der Hauptstadt Phnom Penh über Übelkeit oder wurden ohnmächtig. In einer Spielzeugfabrik in dem Industriegebiet hatten bereits am Donnerstag 119 Arbeiter Ohnmachtsanfälle erlitten, wie die Behörde für Soziale Sicherheit (NSSF) mitteilte. Auch hier sei ein auf den Feldern versprühtes Insektizid die Ursache gewesen.

In Kambodscha kommt es häufig zu massenhaften Ohnmachtsanfällen vor allem in Textilfabriken. Meist sind die schlechten Arbeitsbedingungen und mangelhafter Schutz vor gefährlichen Chemikalien schuld.

mxw/AFP



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