Fotostrecke

Anti-Kapitalismus-Demo: Randale in Frankfurt

Foto: RALPH ORLOWSKI/ REUTERS

Anti-Kapitalismus-Demo Randalierer verletzen Polizisten schwer

Bei einer Anti-Kapitalismus-Demo in Frankfurt am Main ist es zu Ausschreitungen gekommen. Randalierer schleuderten Farbbeutel gegen das Gebäude der Europäischen Zentralbank, es flogen Pflastersteine und Flaschen. Mehrere Menschen wurden verletzt, ein Polizist liegt auf der Intensivstation.

Frankfurt am Main - Mehrere tausend Kapitalismuskritiker haben am Samstag in Frankfurt gegen die Euro-Krisenpolitik demonstriert. Dabei kam es zu heftigen Krawallen, mehrere Menschen wurden verletzt. Ein schwerverwundeter Polizist liege auf der Intensivstation, sagte ein Polizeisprecher. Der Beamte sei unter anderem von Steinen getroffen worden.

Nach Angaben der Polizei wurden aus dem Protestzug heraus zunächst Farbbeutel gegen das Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) geschleudert und Schaufensterscheiben eingeworfen. Später flogen Pflastersteine, Feuerwerkskörper und Flaschen. Autos wurden beschädigt. Die Polizei setzte Pfefferspray und Schlagstöcke ein.

Polizei und Demonstranten sprachen jeweils von mehreren Verletzten in ihren Reihen. Ein Polizeisprecher wollte zunächst keine genauen Angaben zur Zahl der Verletzten machen. Im Zusammenhang mit der Attacke auf den nun schwerverletzten Polizisten seien mehrere Menschen vorläufig festgenommen worden. Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot im Einsatz.

Ziel des Protestzuges war die Baustelle für den EZB-Neubau. Die Demonstranten wurden nach den Ausschreitungen allerdings von der Polizei gestoppt. An der Demonstration durch die Innenstadt beteiligten sich nach Angaben der Polizei insgesamt 3000 Menschen, die Organisatoren sprachen von 5000 Protestierenden.

Am "Europäischen Aktionstag gegen den Kapitalismus" waren auch in anderen europäischen Städten Demonstrationen und Aktionen geplant. Veranstalter ist das "M31 Network" aus verschiedenen linken Gruppierungen.

lgr/dpa/AFP