Linkenchefin Kipping fordert 30-Stunden-Woche

Die Linke strebt eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit an - für alle. Die Menschen müssten von dem Produktivitätszuwachs profitieren, heißt es laut einem Zeitungsbericht in einem Papier der Vorsitzenden Kipping und zweier Parteifreunde.
Katja Kipping, Parteivorsitzende (Archivbild)

Katja Kipping, Parteivorsitzende (Archivbild)

Foto: Reiner Zensen / Imago

Führende Politiker der Linken fordern die Einführung einer 30-Stunden-Woche für alle Arbeitnehmer. Das geht aus einem Positionspapier der Parteivorsitzenden Katja Kipping, des Europaabgeordneten Martin Schirdewan und der Abgeordneten im Berliner Abgeordnetenhaus Katalin Gennburg hervor, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

"Wir brauchen eine generelle Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche in Vollzeit, um die Produktivitätsfortschritte allen zugutekommen zu lassen und allen ausreichend Zeit für Familie und Sorgearbeit, für politische Einmischung, persönliche Weiterbildung und Muße zu ermöglichen", heißt es laut RND in dem Papier.

Neue digitale Technologien könnten die menschliche Arbeit erleichtern und würden die Produktivität erhöhen. Dies dürfe nicht "zur Verdichtung von Arbeit, zur Erhöhung des Stresses, zu verstärkten Kontrolle durch das Management, zur Verlagerung von Tätigkeiten auf tariflose Subunternehmen und zum Druck auf Tarifstandards, Löhne und Arbeitsbedingungen führen". Stattdessen sollte die Digitalisierung Potenziale zum Nutzen aller freisetzen.

Die Linkenpolitiker sprechen sich in dem Papier außerdem dafür aus, die Mitbestimmungsrechte der Belegschaften und ihrer Betriebsräte über den Einsatz dieser Technologien auszuweiten.

dpa / gro
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