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13. August 2015, 15:18 Uhr

Tarifstreit über Erzieher

Keine Einigung - und vorerst keine Kita-Streiks

Arbeitgeber und Gewerkschaften sind im Kita-Tarifstreit an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Eine Einigung ist jedoch nicht in Sicht. Die Gespräche sollen Anfang Oktober fortgesetzt werden

Die Fronten waren schon vor dem Gespräch verhärtet: Ver.di fordert ein verbessertes Angebot für Erzieher und Sozialarbeiter, die Arbeitgeber lehnen dies vehement ab. Auch bei der Rückkehr an den Verhandlungstisch sind die Parteien nun von ihren Positionen nicht abgerückt - und ohne Einigung auseinandergegangen. Die Gespräche sollen Anfang Oktober fortgesetzt werden.

Sollte es keine Verbesserung der Schlichtungsempfehlung geben, droht Ver.di mit Streiks. Bis zu neuen Arbeitsniederlegungen könnte es jedoch noch einige Zeit dauern. Bsirske hatte gesagt, dass die Erzieher und Sozialarbeiter vor Ende der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg nicht die Arbeit niederlegen würden. In den beiden Bundesländern beginnt Mitte September wieder die Schule.

Auch die Eingewöhnungszeit für Kinder in den Kitas wird laut Bsirske werde bei den Beratungen über einen Arbeitskampf eine Rolle spielen. Es sei daher davon auszugehen, dass es erst Anfang Oktober zu Streiks komme, wenn dies notwendig sei.

Die Arbeitgeber gaben am Donnerstag den Gewerkschaften die Schuld an dem ungelösten Tarifkonflikt. "Die Einigungsempfehlung der Schlichter ist ein austarierter Kompromiss. Die Grenzen dieses Kompromisses können nicht verschoben werden", teilte Böhle mit. Die Gewerkschaften seien aktuell nicht zu einer Einigung bereit.

Seit Monaten kämpfen Erzieher und Sozialarbeiter für mehr Geld. Ein Schlichterspruch sollte die Einigung bringen. Doch erst sagte die Ver.di-Basis Nein, dann lehnte die Dienstleistungsgewerkschaft den Vorschlag der Schlichter offiziell ab.

brk/dpa

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