Investitionen für Klimaschutz Scheuer setzt auf Schiene, Nahverkehr und E-Autos

Das Verkehrsministerium hat seine Pläne zu Klima-Investitionen konkretisiert. Dabei stehen vier Punkte im Vordergrund. Unter anderem sollen E-Autos stärker gefördert werden.

Verkehrsminister Scheuer hat seine Pläne konkretisiert
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Verkehrsminister Scheuer hat seine Pläne konkretisiert


Mit Milliarden-Investitionen plant Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), den Klimaschutz im Verkehr voranzubringen. Das geht aus einem Entwurf hervor, mit dem das Verkehrsministerium in die entscheidenden Beratungen im Klimakabinett gehen will.

Der Plan sieht folgende Punkte vor:

  • eine massive Verlagerung von Verkehr auf die Schiene,
  • ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs,
  • der Wechsel auf alternative Antriebe bei Autos und Nutzfahrzeugen sowie
  • ein stärkerer Einsatz alternativer Kraftstoffe.

In dem Entwurf werden bereits bekannte Vorschläge Scheuers konkretisiert. Der Minister hatte Ende Juni mehr als 50 Maßnahmen vorgeschlagen, um CO2-Emissionen beim Verkehr zu senken. Am 20. September will das Klimakabinett eine Strategie vorlegen, damit Deutschland die Klimaziele bis 2030 einhält.

Kaufprämie für Elektroautos

Konkret bekräftigt das Ministerium in dem Entwurf, die Mittel für den Aus- und Neubau von Schienenverkehr auf drei Milliarden Euro pro Jahr verdoppeln zu wollen. Die geplante Mehrwertsteuersenkung für Tickets für den Fernverkehr soll bis 2023 rund 2,2 Milliarden Euro kosten, bis 2030 rund 6,4 Milliarden Euro.

In den Städten soll bis 2030 die Hälfte der Busse elektrisch fahren. Radschnellwege an Bundesstraßen sollen ausgebaut werden. Für die Förderung von Erzeugungsanlagen von alternativen und umweltfreundlicheren Kraftstoffen beträgt der "Mehrbedarf" laut Entwurf bis 2030 bis zu rund zwölf Milliarden Euro.

Zudem soll die Kaufprämie für Elektroautos erhöht werden - bis 2023 sind hier laut Papier zusätzliche Investitionen von 2,6 Milliarden Euro und bis 2030 von 3,6 Milliarden Euro notwendig.

brt/dpa

insgesamt 37 Beiträge
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dani216 13.09.2019
1. Ich bin ja mal gespannt, was da
seitens des Bundesverkehrsministeriums kommt. Sollte jedenfalls die am einfachsten und am schnellsten umzusetzende Massnahme, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen, nicht kommen, ist alles andere sowieso unglaubwürdig und wieder mal nichts anderes als heisse Luft.
kumi-ori 13.09.2019
2. Schon ein guter Anfang gemacht.
Zur Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene passt gut, dass die Münchner S-Bahn auf einigen Linien die Taktverdichtung in den Stoßzeiten einstellt. Hier sollen die Züge so wie auch in den späten Abendstunden nur noch alle 20 Minuten fahren. Weiter so!
Cephalotus 13.09.2019
3. Schau mer mal....
Ist jetzt noch nicht mit Zahlen hinterlegt, klingt aber grundsätzlich erstmal ganz plausibel. weiß jmd wie hoch der Anteil der CO2 Einsparung bis 2030 im Verkehrssektor sein muss in Mio t CO2/a? Ich wünsche mir außerdem eine EU weite Strategie für den LKW Verkehr, also Oberleitung oder Wasserstoff oder syn Kraftstoffe (letzteres mMn die einfachste aber auch schlechteste Option) und einen Plan, wie man den Autoverkehr in Städten bis 2030 zumindest etwas reduzieren kann.
SigismundRuestig 13.09.2019
4. Scheuersche Nullnummern!
12 Mrd. EURO für Alternative Kraftstoffe! Schon der gesunde Menschenverstand sagt - ebenso wie die Wissenschaft - dass das wieder einmal eine typische Scheuersche Nullnummer ist! Hat Scheuer mit der gescheiterten Ausländer-PKW-Maut nicht schon genug Geld verbrannt? Kann die "C"SU immer noch nicht mit Geld umgehen?
rrippler 13.09.2019
5. Zwei wesentliche Punkte fehlen
Der Erste: Eindämmung des Verkehrsaufkommens durch Umgestaltung der Arbeitswelt so, daß weniger Arbeitsfahrten anfallen. Nicht überall möglich, aber in meinem Job wäre es sehr oft möglich gewesen. Der Zweite: Das Fahrrad und das E-Fahrrad: Förderung durch Ausbau der Fahrradwege. Auf Autostrassen ist es zwar erlaubt, aber inzwischen lebensgefährlich mit dem Fahrrad zu fahren, deshalb tut es auch kaum jemand.
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