"Schwächeperiode" Ifo-Institut senkt Wachstumsprognose für 2019 kräftig

Nur etwas mehr als ein Prozent statt wie bislang geschätzt knapp zwei Prozent Wachstum: Nach DIW und IfW hat nun auch das Ifo-Institut seine Konjunkturprognose für das kommende Jahr überraschend deutlich gesenkt.
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Foto: Julian Stratenschulte/ DPA

Das Ifo-Institut korrigiert seine Konjunkturprognosen für Deutschland deutlich nach unten. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte im zu Ende gehenden Jahr um 1,5 Prozent und 2019 sogar nur noch um 1,1 Prozent zulegen, teilten die Münchner Forscher am Donnerstag in Berlin mit.

Bislang waren sie von jeweils 1,9 Prozent ausgegangen. Für 2020 wird ein Plus von 1,6 Prozent prognostiziert. "Die durch die Autoindustrie ausgelöste Schwächeperiode zieht sich noch bis 2019 hin", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. "Zudem dämpfen mannigfache Unsicherheiten die Weltkonjunktur, vor allem Brexit, Italien und die US-Handelspolitik." Eine Rezession sei aber nicht zu erwarten.

Durch die konjunkturelle Abkühlung werde sich der Anstieg der Beschäftigung verlangsamen, so das Ifo-Institut weiter. Ihre Gesamtzahl soll 2020 bei mehr als 45,5 Millionen liegen, was rund 1,25 Millionen mehr wären als im vergangenen Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen soll in diesem Zeitraum um gut 400.000 auf 2,1 Millionen sinken.

Zuletzt hatten auch das DIW und das IfW seineWachstumsprognose nach unten korrigiert.

beb/Reuters
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