Konjunkturaussichten 2012 Regierung rechnet mit zwei Prozent Wachstum

Sinkender Ifo-Index hin, Börsenturbulenzen her: Die Bundesregierung rechnet auch für die Zukunft mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum. Der Aufschwung werde sich fortsetzen, heißt es in einer Analyse des Bundesfinanzministeriums. Im kommenden Jahr seien zwei Prozent Wachstum möglich.
Großbaustelle in Hamburg: Die Baukonjunktur lief zuletzt schlecht

Großbaustelle in Hamburg: Die Baukonjunktur lief zuletzt schlecht

Foto: Maurizio Gambarini/ picture alliance / dpa

Hamburg - Trotz zuletzt eingetrübter Konjunkturerwartungen rechnet die Bundesregierung damit, dass die deutsche Wirtschaft auch im kommenden Jahr kräftig wächst. "Im Jahr 2012 dürfte sich der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland fortsetzen", heißt es nach Informationen des SPIEGEL in einer Analyse des Bundesfinanzministeriums.

Wachstumsmotor werde dabei zunehmend die Inlandsnachfrage sein. "Insbesondere die privaten Konsumausgaben dürften spürbar zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beitragen", heißt es in dem Papier.

In ihren noch internen Berechnungen gehen die Regierungsfachleute von einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund zwei Prozent im nächsten Jahr aus. Enttäuscht zeigen sich die Experten jedoch über die Entwicklung der vergangenen Monate. "Der Fortgang des Aufschwungs bleibt im Frühsommer dieses Jahres hinter den Erwartungen zurück", schreiben sie.

Die deutsche Wirtschaft war im zweiten Quartal nur noch um 0,1 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr gewachsen. Vor allem die privaten Konsumausgaben und die Bauinvestitionen waren schwach. In der Analyse des Finanzministeriums heißt es, es sei überraschend, dass die Inlandsnachfrage im zweiten Quartal "zur Schwäche neigte". Angesichts der Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf "sind deutlich über drei Prozent hinausgehende BIP-Zuwachsraten als unwahrscheinlich einzustufen".

Wichtige Konjunkturindizes wie der Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts hatten zuletzt eine deutlich eingetrübte Stimmung in der deutschen Wirtschaft signalisiert.

stk
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.