Schwache Wirtschaft Bundesregierung senkt Konjunkturprognose

Die Bundesregierung rechnet mittlerweile mit einer längeren Wirtschaftsschwäche als noch vor einigen Monaten. Nach SPIEGEL-Informationen wird sie ihre Wachstumsprognose für 2020 nach unten korrigieren.
Niederdruckturbine in sächsischem Kraftwerk: Knapp an der Rezession vorbei

Niederdruckturbine in sächsischem Kraftwerk: Knapp an der Rezession vorbei

Foto: Sebastian Kahnert/ DPA

Die Bundesregierung schraubt ihre Wachstumserwartung für das kommende Jahr deutlich nach unten. 2020 wird die deutsche Wirtschaft demnach nur noch ein Plus von 1,1 Prozent erreichen. Im Frühjahr hatten die Konjunkturexperten aus dem CDU-geführten Bundeswirtschaftsministerium noch mit einer Zunahme von 1,5 Prozent gerechnet.

Für das laufende Jahr bleiben die Regierungsexperten bei ihrer Voraussage von 0,5 Prozent. Sie rechnen also damit, dass Deutschland knapp einer Rezession entgeht. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte, die Zahlen stünden "noch nicht final fest".

Ihre sogenannte Herbstprojektion will die Bundesregierung nächste Woche veröffentlichen. Bis dahin können die Zahlen auch noch minimal nach oben oder nach unten korrigiert werden. Die Projektion ist Grundlage für die Ende des Monats stattfindende Steuerschätzung. Wegen niedrigerer Wachstumserwartung ist damit zu rechnen, dass auch die Einnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden weniger stark zunehmen.

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