Korruptionsverdacht Staatsanwalt ermittelt gegen Mercedes-Mitarbeiter

Mercedes bekommt Ärger mit der Staatsanwaltschaft: Mitarbeiter des Bremer Werks sind wegen Korruptionsverdacht ins Visier der Ermittler geraten. Der Konzern teilt mit, der Fall sei bekannt - und sichert Kooperation zu.


Bremen/Verden - Ermittler der Staatsanwaltschaft haben Anfang Oktober insgesamt zwölf Objekte der Firma Mercedes durchsucht, darunter Büros im Bremer Werk. Das teilte ein Behördensprecher am Donnerstag im niedersächsischen Verden mit und bestätigte damit einen Bericht des "Weser-Kuriers".

Sechs Beschäftigte des Mercedes-Werks Bremen stünden im Verdacht, Bestechungsgelder von Zulieferfirmen aus dem niedersächsischen Umland angenommen zu haben. Bei den vier betroffenen Firmen aus Syke (Kreis Diepholz) und Groß Ippener (Kreis Oldenburg) soll es sich um Zulieferer für Werkstechnik handeln.

Nach Angaben des Sprechers ist noch nicht zu beziffern, wie hoch der Schaden durch die mutmaßliche Korruption ist. "Wir stehen noch am Anfang unserer Ermittlungen", sagte er. Eine Daimler-Sprecherin sagte: "Wir kennen den Fall und unterstützen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft vollumfänglich."

ssu/dpa/Reuters



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