Neue Prognose bis 2016 Krankenkassen droht Milliardendefizit

Die gesetzlichen Krankenversicherungen müssen bis 2016 laut "Handelsblatt" mit erheblich höheren Ausgaben rechnen. Sie könnten sich zu einem Defizit von mehr als sechs Milliarden Euro addieren.

Gesundheitskarten verschiedener Kassen: Versicherungen schlagen Alarm
DPA

Gesundheitskarten verschiedener Kassen: Versicherungen schlagen Alarm


Berlin - Die gesetzlichen Krankenversicherungen und Gesundheitsfonds werden in den Jahren 2015 und 2016 voraussichtlich erst 3,3 und dann 3,2 Milliarden Euro mehr ausgeben, als sie einnehmen. Zu diesem Ergebnis kommt laut "Handelsblatt" das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW).

Die kräftig steigenden Löhne trieben zwar die Beitragseinnahmen weiter in die Höhe, aber dieser Einnahmeschub reiche "nicht aus, um die höheren Ausgaben zu decken", sagte IfW-Finanzexperte Alfred Boss der Zeitung. Der Vorstandschef des Verbands der Betriebskrankenkassen, Franz Knieps, fordere daher die Bundesregierung dazu auf, den Beitragssatz zu erhöhen, um die drohenden Defizite aufzufangen, schreibt das "Handelsblatt".

Die gesetzlichen Krankenversicherungen hatten bereits 2014 zum ersten Mal seit Jahren mit einem Minus abgeschlossen: Die Kassen gaben rund eine Milliarde Euro mehr aus, als ihnen der Gesundheitsfonds zugewiesen hatte.

bos



insgesamt 66 Beiträge
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humorrid 20.03.2015
1. Es ist doch kein Problem
Schliesslich wurde die Mlrd-Überschüsse der letzten Jahre nicht an die Versicherten weitergegeben. Da hatten die Kassen etwas von Bildung des Puffers fürs Später gesprochen. Was ist nun damit?
lacrima74 20.03.2015
2.
Dann steigen eben die Beiträge der AN. Ist doch nicht wirklich ein Problem.
james-100, 20.03.2015
3.
Hauptsache Schäuble kann eine schwarze Null schreiben, drückt den Pflichtversicherten einseitig gesamtgesellschaftliche Aufgaben aufs Auge und entwendet somit ca 13 Mrd aus der KV. Und viele Pflichtversicherte jubeln auch noch darüber, das dadurch die Reichen weniger Steuern entrichten müssen.
ostkraft 20.03.2015
4. Bitte?
Die Beiträge erhöhen? Bitte zuerst die Ausgaben prüfen, kürzen wo sinnvoll, z.B. Verwaltungskosten der Kassen, KVen und KZVen...danach bei den überflüssigen OPs, bei Medikamentenpreisen und bei sinnlosen Untersuchungen. Erst, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, sollte an der Einnahmeseite geschraubt werden. Die will nämlich erstmal erarbeitet werden, wehrter Herr Betriebskrankenkassen-Vorsitzender!
klugschieter112 20.03.2015
5. Was für ein Wunder,
wenn einfache Rückengürtel aus dem medizinischen "Fachgeschäft" 250,00 Euro kosten. Und nur die von der Kasse bezahlt werden. Das gleiche Modell aus dem freien Handel für 1/3 der Kosten kommt selbstverständlich nicht in Frage. Man kann es einfach nicht mehr hören.
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