Dickes Polster Krankenkassen erzielen erneut Milliarden-Überschuss

Die Kassen im deutschen Gesundheitssystem sind prall gefüllt. Laut "FAZ" sind die Reserven des Gesundheitsfonds und der Krankenkassen bis Ende Juni auf 29 Milliarden Euro gestiegen. Allein die Versicherungen haben einen Überschuss von mehr als einer Milliarde erzielt.
Versicherungskarten: AOK schnitten am besten ab

Versicherungskarten: AOK schnitten am besten ab

Foto: Angelika Warmuth/ dpa

Berlin - Das deutsche Gesundheitssystem erfreut sich bester Gesundheit - zumindest in finanzieller Hinsicht. So haben die gesetzlichen Krankenkassen im ersten Halbjahr einen Überschuss von mehr als 1,2 Milliarden Euro erzielt. Damit wären die Rücklagen im Gesundheitssystem bei Gesundheitsfonds und Krankenkassen Ende Juni auf 29 Milliarden Euro gestiegen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ")  unter Berufung auf Berechnungen der Kassenverbände.

Verglichen mit dem ersten Quartal stieg der Überschuss der Kassen demnach um 50 Prozent. Dennoch hat er sich insgesamt im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum halbiert.

Am besten schnitten der "FAZ" zufolge die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) ab, die rund ein Drittel der 70 Millionen Kassenversicherten haben. Sie erwirtschafteten ein Plus von mehr als 600 Millionen Euro. Im Vergleich zum ersten Quartal habe sich der Überschuss damit allerdings mehr als halbiert. Als Grund werden wieder stärkere Ausgaben genannt. Da sich diese Wirkungen im Laufe des Jahres noch verstärken würden, sei schon für das isolierte dritte Quartal mit einem negativen Ergebnis zu rechnen.

Die Ersatzkassen, die Marktführer sind, meldeten nur einen Überschuss von 134 Millionen Euro. Die Betriebskrankenkassen erzielten in den ersten sechs Monaten einen Überschuss um die 200 Millionen Euro, die Innungskrankenkassen gaben 150 Millionen Euro weniger aus, als ihre Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds betrugen. Bei der Knappschaft waren es 77 Millionen Euro.

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