Krankenversicherung Beitrag könnte 2020 leicht steigen

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung könnte kommendes Jahr etwas höher ausfallen. Allerdings haben Verbraucher auch Chancen, um eine Erhöhung herumzukommen.

Muster elektronischer Gesundheitskarten
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Der durchschnittliche Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse könnte um 0,2 oder 0,3 Prozentpunkte steigen. Das geht aus dem Ergebnis des Schätzerkreises von Bundesgesundheitsministerium, Bundesversicherungsamt und Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hervor.

Letztlich wird das Bundesgesundheitsministerium Anfang November entscheiden, wie hoch dieser Anstieg ausfällt.

Für die einzelnen Kassen bedeutet das jedoch nicht zwingend, dass die Beiträge steigen. Je nach Kassenlage können sie auch ohne Beitragsanhebung auskommen. Im Gegenteil: Trotz Anstiegs des durchschnittlichen Zusatzbeitrags sind Senkungen bei Kassen mit zu hohen Finanzreserven ab nächstem Jahr möglich.

Die Finanzreserven der Kassen sind in den vergangenen Jahren auf mehr als 20 Milliarden Euro gestiegen - allein von 2015 bis 2019 von 14,5 Milliarden auf 21,2 Milliarden Euro.

ssu/dpa



insgesamt 13 Beiträge
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Seite 1
Spalter1972 11.10.2019
1. Es gibt Lösungen
Finanzreserven? Herr Spahn hat das Geld Apothekern und Ärzten hinterher geworfen, Kassen dürfen keine Rücklagen mehr aufbauen.. schöne neue Welt.. aber garantiert nicht mit Beitragssenkungen.ü
oliver.lohrenz 11.10.2019
2. Nur evidenzbasierte Medizin...
...wäre schon einmal ein Amfang. Solange die Versichertengemeinscjaft fast überall zunächst Hokuspokus wie Homöopathie und danach die zusätzlichen Mehrkosten für verschleppte evidenzbasierte Behandlung zahlen soll, während Leistungen wie eine Brille nicht übernommen werden...
j_stiebel 12.10.2019
3. Sponsoring durch die Krankenkassen (Körperschaffen öff. Rechts, KdöR)
Wer kontrolliert das (ausufernde) Sponsoring und Werbegeschäft der Krankenkassen (KdöR)? Dieses Geld fehlt dann, um Leistungen für die Krankenkassenmitglieder auszufinanzieren.
PeterCollignon 12.10.2019
4. Zu Viele zahlen nichts in die gesetztliche Krankenversicherung ein
und profitieren von den gesetzlich Versicherten. Privat Vericherte wie Beamten und Politiker und Selbstständige und andere, die es sich leisten können, spüren nichts davon, und zeigen keine Solidarität.
logemean 12.10.2019
5. @PeterCollignon
Sie verdrehen da etwas. Privat versicherte (abgesehen von Beamten, da kenne ich mich nicht aus) zahlen bereits höhere Beiträge und Arztgebühren. Sie finanzieren so im Wesentlichen die Arztpraxis und sorgen für einen gewissen Standard in der Ausstattung.
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