Krankheitstage Arbeitnehmer fehlen wieder häufiger

Mehr Fehltage: Die Deutschen ließen sich 2009 wieder etwas häufiger krankschreiben als im Jahr zuvor. Der häufigste Grund, dem Arbeitsplatz fernzubleiben, waren Rückenschmerzen.
Arzt: Am häufigsten fehlten Straßenreiniger und Waldarbeiter

Arzt: Am häufigsten fehlten Straßenreiniger und Waldarbeiter

Foto: DDP

Berlin - Die Zahl der Krankheitstage in Unternehmen hat 2009 erneut leicht zugenommen. Laut dem von der AOK und der Universität Bielefeld herausgegeben Fehlzeiten-Report 2010 stieg der Krankenstand im Vergleich zu 2008 von 4,6 auf 4,8 Prozent. Im Durchschnitt dauerte eine Arbeitsunfähigkeit 17,3 Tage, wie die AOK am Donnerstag mitteilte. Die Daten basieren den Angaben zufolge auf den Fehlzeiten von 9,7 Millionen bei der AOK versicherten Erwerbstätigen.

Aus der Statistik gehe zudem hervor, dass ältere Arbeitnehmer weniger, aber dafür länger krank sind. Frauen seien häufiger, aber kürzer krank. Männer litten vermehrt unter Muskel-Skelett-Erkrankungen und Verletzungen, Frauen eher unter Atemwegserkrankungen und Depressionen.

Die Fehlzeiten unterscheiden sich der Untersuchung zufolge deutlich nach Branchen und Tätigkeiten. Viele Arbeitsunfähigkeitstage wiesen Straßenreiniger (28,8 Tage), Waldarbeiter (25,1 Tage) oder Helfer in der Krankenpflege (24,9 Tage) auf. Vergleichsweise wenige Fehlzeiten gebe es bei Hochschullehrern (4,9 Tage), Ingenieuren (6,3 Tage) oder Ärzten (7,1 Tage).

Muskel- und Skeletterkrankungen waren laut Statistik auch 2009 für die meisten Krankheitstage verantwortlich (23 Prozent). Es folgten Atemwegserkrankungen (14 Prozent), akute Verletzungen (12,3 Prozent) und psychische Erkrankungen (8,6 Prozent).

böl/ddp/Dow Jones
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