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23. Juli 2014, 07:41 Uhr

Kredite

China finanziert Hafen auf Kuba

Bei einem Besuch auf Kuba hat der chinesische Staatspräsident dem sozialistischen Land neue Kredite zugesagt. Mit dem Geld soll unter anderem ein Hafen gebaut werden.

Havanna - Chinas Staatschef Xi Jinping hat auf seiner mehrtägigen Lateinamerika-Reise mehreren Ländern Geld zugesagt. Neben Venezuela und Argentinien will die Führung in Peking auch Kuba Kredite gewähren. Eine Kreditlinie in nicht genannter Höhe soll unter anderem dem Bau eines neuen Hafens in Santiago de Cuba im Osten der Insel dienen, wie Staatsmedien berichteten. Die Stadt war im Oktober 2012 von Hurrikan "Sandy" stark beschädigt worden. Xi wird während seines Besuchs auch in Santiago de Cuba erwartet. Dort wird er voraussichtlich Infrastrukturprojekte besichtigen.

Kuba und China unterzeichneten in der Hauptstadt Havanna insgesamt 29 Verträge, unter anderem in den Bereichen erneuerbare Energien und Infrastruktur. Zudem würden chinesische Gelder in den Ausbau des Digitalfernsehnetzes auf der Insel fließen. Damit bekräftige China seine Stellung als wichtigster Handelspartner Kubas nach Venezuela, schrieb die kubanische Staatspresse.

Mit Xis Reise baut Peking seinen Einfluss in der Region aus. Im rohstoffreichen Venezuela sicherte sich die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt mit einem Milliardenkredit Zugriff auf die Erdölreserven. In Argentinien investiert China in Energie- und Verkehrsprojekte.

Xi trifft auch Fidel Castro

Der chinesische Staatspräsident kam am Dienstag mit seinem Amtskollegen Raúl Castro zu offiziellen Gesprächen zusammen. Am Rande des Besuchs war Xi auch bei Kubas Revolutionsführer Fidel Castro in dessen Haus zu Gast. Castro, der das sozialistische Kuba fast 50 Jahre regierte, ist nur noch selten in der Öffentlichkeit zu sehen.

Der 87-Jährige hat sich aber aktuell zu Wort gemeldet. Castro schrieb in einem Gastbeitrag für die kubanische Parteizeitung "Granma", er wünsche sich mehr Aufmerksamkeit für die aufstrebenden Wirtschaftsnationen der Brics-Gruppe. Er habe in den Medien mehr "seriöse Analysen" über die Bedeutung des vergangenen Gipfeltreffens der Brics-Länder erwartet, ließ Castro wissen. Zu den Brics-Staaten zählen Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Die Länder vereinbarten vergangene Woche auf einem Gipfel unter anderem die Gründung einer eigenen Entwicklungsbank und eines eigenen Währungsfonds.

mmq/dpa

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