Niedersachsen, NRW und Baden-Württemberg Länderinitiative setzt sich für weitere Lockerungen in Gastronomie und Handel ein

Die Wirtschaftsministerien von drei Bundesländern wollen gemeinsam eine Lockerung der Corona-Vorgaben vorantreiben. Vor allem in der Gastronomie und im Einzelhandel müsse es "weitere Möglichkeiten geben".
Geschlossenes Restaurant in Stuttgart

Geschlossenes Restaurant in Stuttgart

Foto: Sebastian Gollnow/ DPA

Die Landesregierungen von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg wollen weitere und vor allem einheitliche Lockerungen der Corona-Vorgaben durchsetzen. Vor allem Gastronomie und Hotels sollten eine Perspektive für die Zeit nach dem 4. Mai bekommen, aber auch im Einzelhandel müsse es weitere Möglichkeiten geben, teilte Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) mit.

Ein entsprechendes Konzept der drei Länder soll bis zur nächsten Runde der Regierungschefs von Bund und Ländern in der kommenden Woche stehen. In einer Ministerkonferenz an diesem Donnerstagnachmittag sollte zudem bei den übrigen Bundesländern für die Pläne geworben werden.

"Gesundheitsschutz und differenzierte Öffnungsstrategien sind aus unserer Sicht möglich und dringend notwendig, um dem Gastgewerbe eine Zukunftsperspektive aufzuzeigen", sagte Hoffmeister-Kraut.

Zuvor hatte Angela Merkel (CDU) das Vorgehen einzelner Bundesländer bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen kritisiert. "Ich trage die Beschlüsse, die Bund und Länder beschlossen haben, aus voller Überzeugung mit", sagte Merkel. Doch die Umsetzung bereite ihr Sorgen. Sie wirke "in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch". Merkel warnte: "Lassen Sie uns jetzt das Erreichte nicht verspielen und einen Rückschlag riskieren."

hej/dpa
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