Länderranking Nordrhein-Westfalen verteidigt Exportmeister-Titel

Bei den Ausfuhren ist Nordrhein-Westfalen an der Spitze: Das Bundesland exportierte im vergangenen Jahr so viel wie kein anderes. Allerdings macht der Süden dem Meister zunehmend Konkurrenz.
Container-Verladung im Hafen von Duisburg: NRW-Anteil an Gesamtexporten sinkt

Container-Verladung im Hafen von Duisburg: NRW-Anteil an Gesamtexporten sinkt

Foto: Fredrik von Erichsen/ picture-alliance/ dpa

Wiesbaden - Der Abstand wird kleiner: Baden-Württemberg und Bayern holen im Ranking der deutschen Exportmeister zunehmend auf. Die beiden südlichen Bundesländer legten im vergangenen Jahr enorm zu. Ihr Anteil an den gesamten deutschen Ausfuhren macht inzwischen 16 Prozent beziehungsweise 15,1 Prozent aus.

Noch aber hält sich Nordrhein-Westfalen an der Spitze: Wie das Statistische Bundesamt am Freitag nach vorläufigen Zahlen mitteilte, stieg der Wert der aus NRW ausgelieferten Waren gegenüber 2009 um gut 18 Prozent auf 162,1 Milliarden Euro.

Das Land muss jedoch zunehmend um seinen Spitzenplatz bangen. Seit Jahren geht der der Anteil des Bundeslandes an den gesamten deutschen Ausfuhren leicht zurück. Kamen seinerzeit gut 18 Prozent der gesamten deutschen Ausfuhren aus Nordrhein-Westfalen, so waren es 2010 nur noch knapp 17 Prozent.

In welchem Tempo der Süden zulegt, zeigen die Zahlen: Der Wert der baden-württembergischen Ausfuhren stieg gegenüber 2009 um fast 25 Prozent auf rund 154 Milliarden Euro. In Bayern legten die Ausfuhren um nahezu 19 Prozent auf rund 145 Milliarden Euro zu.

Der Osten Deutschlands dagegen hat nur einen geringen Anteil bei den Exporten: Nicht einmal sieben Prozent der gesamten deutschen Ausfuhren entfielen im vergangenen Jahr auf die fünf ostdeutschen Flächenstaaten (Warenwert 66,6 Milliarden Euro). Die höchste Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Sachsen mit plus 27,5 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro.

Mit 22 Prozent hatte Nordrhein-Westfalen auch den höchsten Anteil an den gesamten deutschen Einfuhren. Mit einem Anstieg von 22,4 Prozent gegenüber 2009 wurden Waren im Wert von etwas mehr als 178 Milliarden Euro nach Nordrhein-Westfalen geliefert. Im Anschluss folgten Bayern mit Einfuhren im Wert von 131,6 Milliarden Euro (plus 22,6 Prozent) und Baden-Württemberg mit 128,4 Milliarden Euro (plus 20 Prozent).

yes/dapd
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