Länderranking Nordrhein-Westfalen verteidigt Exportmeister-Titel

Bei den Ausfuhren ist Nordrhein-Westfalen an der Spitze: Das Bundesland exportierte im vergangenen Jahr so viel wie kein anderes. Allerdings macht der Süden dem Meister zunehmend Konkurrenz.

Container-Verladung im Hafen von Duisburg: NRW-Anteil an Gesamtexporten sinkt
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Container-Verladung im Hafen von Duisburg: NRW-Anteil an Gesamtexporten sinkt


Wiesbaden - Der Abstand wird kleiner: Baden-Württemberg und Bayern holen im Ranking der deutschen Exportmeister zunehmend auf. Die beiden südlichen Bundesländer legten im vergangenen Jahr enorm zu. Ihr Anteil an den gesamten deutschen Ausfuhren macht inzwischen 16 Prozent beziehungsweise 15,1 Prozent aus.

Noch aber hält sich Nordrhein-Westfalen an der Spitze: Wie das Statistische Bundesamt am Freitag nach vorläufigen Zahlen mitteilte, stieg der Wert der aus NRW ausgelieferten Waren gegenüber 2009 um gut 18 Prozent auf 162,1 Milliarden Euro.

Das Land muss jedoch zunehmend um seinen Spitzenplatz bangen. Seit Jahren geht der der Anteil des Bundeslandes an den gesamten deutschen Ausfuhren leicht zurück. Kamen seinerzeit gut 18 Prozent der gesamten deutschen Ausfuhren aus Nordrhein-Westfalen, so waren es 2010 nur noch knapp 17 Prozent.

In welchem Tempo der Süden zulegt, zeigen die Zahlen: Der Wert der baden-württembergischen Ausfuhren stieg gegenüber 2009 um fast 25 Prozent auf rund 154 Milliarden Euro. In Bayern legten die Ausfuhren um nahezu 19 Prozent auf rund 145 Milliarden Euro zu.

Der Osten Deutschlands dagegen hat nur einen geringen Anteil bei den Exporten: Nicht einmal sieben Prozent der gesamten deutschen Ausfuhren entfielen im vergangenen Jahr auf die fünf ostdeutschen Flächenstaaten (Warenwert 66,6 Milliarden Euro). Die höchste Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Sachsen mit plus 27,5 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro.

Mit 22 Prozent hatte Nordrhein-Westfalen auch den höchsten Anteil an den gesamten deutschen Einfuhren. Mit einem Anstieg von 22,4 Prozent gegenüber 2009 wurden Waren im Wert von etwas mehr als 178 Milliarden Euro nach Nordrhein-Westfalen geliefert. Im Anschluss folgten Bayern mit Einfuhren im Wert von 131,6 Milliarden Euro (plus 22,6 Prozent) und Baden-Württemberg mit 128,4 Milliarden Euro (plus 20 Prozent).

yes/dapd



insgesamt 6 Beiträge
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liberator_ 18.03.2011
1. Falsches Bild - die Folgen von Rot-Grüner Politik
Bzgl. der Einwohnerzahlen hat NRW im Vergleich zu BaWü 150%. Bzgl. der absoluten Exportwerte hat NRW jedoch nur ca.105% gegenüber BaWü. NRW wird weiter sinken und bald auf das relativte Niveau der Ostländer fallen. Jahrzehntelange rot-grüne Politik und ihre Folgen..
Zorpheus 18.03.2011
2. Kein Wunder...
Nordrhein-Westfahlen ist ja auch das bevölkerungsreichste Bundesland. Statt nur zu meckern mach ich heut mal was konstruktives :) Mit den Bevölkerungsdaten vom statistischen Bundesamt ergibt sich daraus der Außenhandel pro Einwohner: Bremen 21157 Hamburg 20009 Baden-Württemberg 14323 Saarland 12713 Bayern 11598 Rheinland-Pfalz 10118 Nordrhein-Westfalen 9070 Hessen 8512 Niedersachsen 8349 Schleswig-Holstein 6497 Sachsen 5973 Sachsen-Anhalt 5348 Brandenburg 4858 Thüringen 4845 Mecklenburg-Vorp. 3634 Berlin 3573
Zorpheus 18.03.2011
3. pro Fläche
Auch interessant, Ausfuhren in Euro pro Hektar Gesamtfläche: Hamburg 47010 Bremen 34629 Berlin 13796 Saarland 5061 Nordrhein-Westfalen 4755 Baden-Württemberg 4305 Hessen 2444 Bayern 2057 Rheinland-Pfalz 2045 Niedersachsen 1390 Sachsen 1352 Schleswig-Holstein 1165 Thüringen 674 Sachsen-Anhalt 616 Brandenburg 414 Mecklenburg-Vorpommern 259
kn4llfrosch 18.03.2011
4. Export
wird sowieso überbewertet. Ist ja nett, dass wir mit der Welt handeln und wir anscheinend Qualitätsware herstellen können. Doch wenn es zu einem Exportüberschuss kommt, hat davon niemand im Inland etwas. Was heißt denn ein Exportüberschuss von 15%? Dass wir echte, reale Waren gegen Papier eintauschen. Dass wir freitags ca. 6 Stunden fürs Ausland arbeiten. Anstatt immer nur den Export zu betrachten, sollten vor allem wir Deutsche also mal auf das Gesamtbild achten, dass Importe und die reale Kaufkraft unserer Bürger mit einschliest.
bunterepublik 18.03.2011
5. Die ersten zwei kann man streichen...
Zitat von ZorpheusNordrhein-Westfahlen ist ja auch das bevölkerungsreichste Bundesland. Statt nur zu meckern mach ich heut mal was konstruktives :) Mit den Bevölkerungsdaten vom statistischen Bundesamt ergibt sich daraus der Außenhandel pro Einwohner: Bremen 21157 Hamburg 20009 Baden-Württemberg 14323 Saarland 12713 Bayern 11598 Rheinland-Pfalz 10118 Nordrhein-Westfalen 9070 Hessen 8512 Niedersachsen 8349 Schleswig-Holstein 6497 Sachsen 5973 Sachsen-Anhalt 5348 Brandenburg 4858 Thüringen 4845 Mecklenburg-Vorp. 3634 Berlin 3573
Hamburg und Bremen kann man streichen. Hier spielt der jeweilige Hafen eine extreme Rolle. Baden-Württemberg liegt weit vorne. Auch dank der Politik der Koalition aus CDU und FDP usw. wird aber am 27.3.2011 nichts bringen... Die Arroganz der Macht wird der CDU - leider zu Recht - das Genick brechen...
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