Leitzins-Signal Eurokurs steigt auf Vier-Monats-Hoch

Der steigende Ölpreis und das Signal für eine Leitzins-Anhebung treiben den Euro: Der Kurs der Gemeinschaftswährung stieg über die Marke von 1,40 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit vier Monaten.

Euro-Münze: Gemeinschaftswährung profitiert von EZB-Ankündigung
dapd

Euro-Münze: Gemeinschaftswährung profitiert von EZB-Ankündigung


Frankfurt am Main - Die Ankündigung der Währungshüter zeigt Wirkung: Der Kurs des Euro in Dollar Chart zeigen ist am Montag über die Marke von 1,40 US-Dollar gestiegen - wenige Tage nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) eine Anhebung des Leitzinses in Aussicht gestellt hat.

In der Spitze erreichte der Euro mit 1,4037 Dollar den höchsten Stand seit vier Monaten. Zuletzt wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,4012 Dollar gehandelt. Die EZB hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,4028 Dollar festgesetzt. Der Dollar in Euro Chart zeigen kostete damit 0,7129 Euro.

Steigende Leitzinsen machen eine Währung für Anleger attraktiver. Daher profitiere der Eurokurs von der Ankündigung der EZB, sagte der Devisenexperte der BHF-Bank, Stephan Rieke. Der EZB werde eher als anderen Notenbanken zugetraut, auf steigende Inflationsgefahren zu reagieren. Die US-Notenbank halte hingegen "weiter die Füße still". Die weiter steigenden Ölpreise stützen den Euro ebenfalls.

Dass die Ratingagentur Moody's das hochverschuldete Griechenland erneut herabgestuft hat und massive Zweifel an der Zahlungsfähigkeit hat, machte sich dagegen am Devisenmarkt nicht bemerkbar. "Die Entwicklung in den kleineren Randländern der Euro-Zone wie Griechenland, Irland und Portugal spielt am Markt keine große Rolle mehr", sagte Rieke. Bei Händlern und Investoren herrsche der Eindruck, dass sich das wesentlich größere Spanien halten werde und keine Hilfe benötige.

mmq/dpa

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thawn 07.03.2011
1. Rating monopol beenden!
Zitat:"Dass die Ratingagentur Moody's das hochverschuldete Griechenland erneut herabgestuft hat und massive Zweifel an der Zahlungsfähigkeit hat, machte sich dagegen am Devisenmarkt nicht bemerkbar." Ich hoffe, dass das ein Zeichen ist, dass die Anleger erkannt haben, dass die Rating Agenturen nur ein machtpolitisches Mittel der US Amerikaner sind und somit keine glaubwürdige Quelle für Risikoabschätzungen. Es wird Zeit, dass dieses US amerikanische Monopol gebrochen wird und endlich jemand der Willkür der Rating Agenturen ein Ende setzt.
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