18. Mitglied Finanzminister stimmen für Euro-Beitritt Lettlands

Ab 2014 könnte in Lettland mit dem Euro bezahlt werden. Nach EU-Kommission und Europäischer Zentralbank gaben auch die Euro-Finanzminister grünes Licht für die Aufnahme des baltischen Landes in den Währungsraum. Wirtschaftlich steht das Land gut da, doch die EZB sieht auch Probleme.

Euro-Scheine und lettische Lats: Das baltische Land erfüllt die Maastricht-Kriterien
REUTERS

Euro-Scheine und lettische Lats: Das baltische Land erfüllt die Maastricht-Kriterien


Luxemburg - Lettland ist nach Ansicht der Euro-Finanzminister bereit, Mitglied der Euro-Zone zu werden. Die Euro-Gruppe sprachen in Luxemburg eine entsprechende Empfehlung an die EU-Staats- und Regierungschefs aus, wie Diplomaten berichteten. Anfang Juni hatten sich bereits EU-Kommission und Europäische Zentralbank für den Beitritt ausgesprochen. Das baltische Land will zum 1. Januar 2014 Teil der Euro-Zone werden.

Die "Chefs" der 27 EU-Staaten kommen am 27. und 28. Juni in Brüssel zusammen. Die endgültige Entscheidung werden dann die EU-Finanzminister am 9. Juli treffen. Das Land mit rund 2 Millionen Bürgern und soll das 18. Mitglied in dem Währungsclub werden.

Trotz einer schweren Finanzkrise vor einigen Jahren steht das Land heute mustergültig da und erfüllt alle Maastrichter Beitrittskriterien. Seine Preissteigerung liegt bei 1,4 Prozent und damit klar unterhalb des Inflationsziels der EZB von etwa zwei Prozent. Das Defizit in den öffentlichen Finanzen betrug 2012 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die gesamte öffentliche Verschuldung beträgt 40,7 Prozent des BIP.

Beobachter sprachen von einem wichtigen politischen Signal. Der Euro sei nach Jahren der Schuldenkrise wieder attraktiv. Das Interesse Lettlands wertet EU-Währungskommissar Olli Rehn als Zeichen dafür, dass die Währungsgemeinschaft wieder Vertrauen genießt. Lettland selbst war im Sog der weltweiten Finanzkrise Ende 2008 angeschlagen und von der Zahlungsunfähigkeit bedroht. Ein Zusammenbruch konnte nur mit Hilfe internationaler Kreditzusagen über 7,5 Milliarden Euro abgewendet werden.

Die EZB hatte auch Bedenken geäußert. Sorgen macht beispielsweise der Inflationsdruck. Da das Preisniveau und das Pro-Kopf-Einkommen in Lettland niedriger sind als im Euro-Raum, sei mittelfristig mit einer höheren Preissteigerung zu rechnen als im Währungsraum insgesamt, so die Notenbanker.

ade/dpa



insgesamt 52 Beiträge
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duiveldoder 20.06.2013
1. Und einen weiteren Hansastaat der in den Ruin getrieben wird.
Barosso, Draghi, Van Rompuy haben alle deutlich gesagt sie arbeiten fuer Europa und die Europaer. Nun, Politiker soll man nicht aufs Wort glauben, wie diese 3 Oberfuersten gezeigt haben. Denn nach deren Taten zu urteilen ist deren einzige Absicht die Vernichtung aller Nordvoelker. Estland macht einen gravierenden Fehler!
pippiwawa 20.06.2013
2. Es geht halt Nichts
ueber den direkten Zugang und die Mitbestimmung ueber die Verwendung deutscher Steuern und der Ersparnisse des deutschen Steuerzahlers. Ein sogenanntes "free for all" . Da moechte man natuerlich auch mit profitieren. Falls man sich verspekuliert wird man vom selben deutschen Steuerzahler "gerettet". Besser geht's wirklich nicht.
si tacuisses 20.06.2013
3. Wirtschaftlich steht das Land gut da.
Zitat von sysopREUTERSAb 2014 könnte in Lettland mit dem Euro bezahlt werden. Nach EU-Kommission und Europäischer Zentralbank gaben auch die Euro-Finanzminister grünes Licht für die Aufnahme des baltischen Landes in den Währungsraum. Wirtschaftlich steht das Land gut da. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/lettland-finanzminister-der-eurogruppe-stimmen-fuer-euro-beitritt-a-907024.html
Wie lange mit den bunten Papierchen weiß der Henker. Die Letten werde es bald merken.
DerNachfrager 20.06.2013
4. Watten....
Der korrupte Saustall auch noch ?
berniu 20.06.2013
5. Die Worte les ich wohl...
" und erfüllt alle Maastrichter Beitrittskriterien." Ja, das hat Griechenland damals auch, zumindest auf dem Papier. Diesmal teile ich sogar die Meinung der EZB, aber wen interessierts? Klappe halten, arbeiten und brav Steuern zahlen. Jawoll!
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