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27. Oktober 2014, 17:16 Uhr

LNG-Terminal in Litauen eingetroffen

Flüssiggas statt Putins Gas

Vor Litauens Küste ist eine schwimmende Anlage zur Lagerung und Aufbereitung von verflüssigtem Erdgas eingetroffen. Sie könnte bis zu 90 Prozent des Gasbedarfs im Baltikum decken. Die Regierung spricht von einem politischen Befreiungsschlag.

Klaipeda - Ein Flüssiggasterminal in der Ostsee soll Litauens Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen verringern. Am Montag traf in der Hafenstadt Klaipeda eine schwimmende Anlage zur Lagerung und Aufbereitung von verflüssigtem Erdgas ein, die auch die baltischen Nachbarn Lettland und Estland mitversorgen kann.

Der Terminal sei ein wichtiges strategisches Projekt, sagte Staatschefin Dalia Grybauskaite. "Er bedeutet nicht nur Energieunabhängigkeit, sondern auch politische Freiheit." Mit einer Speicherkapazität von 170.000 Kubikmetern Flüssiggas könne er bis zu 90 Prozent des Gasbedarfs im Baltikum decken.

Der Terminal soll Anfang Dezember den Betrieb aufnehmen. Die rund 145 Millionen Euro teure Anlage wird vom norwegischen Energiekonzern Statoil mit Flüssiggas versorgt. Bisher beziehen die baltischen Staaten ihr Gas vollständig aus Russland.

ssu/dpa

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