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Dauer-Smog China will fünf Millionen Autos aus dem Verkehr ziehen

Was tun gegen die massive Luftverschmutzung in China? Die Regierung in Peking will nun mehr als fünf Millionen veraltete Fahrzeuge von der Straße nehmen. Auch Vorgaben für die Industrie wurden verschärft.
Smog-Alarm: Der Künstler Ai Weiwei protestiert gegen Luftverschmutzung

Smog-Alarm: Der Künstler Ai Weiwei protestiert gegen Luftverschmutzung

Foto: REUTERS / Courtesy of Ai Weiwei
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Peking - Im Kampf gegen gesundheitsgefährdenden Smog plant die chinesische Regierung, mehr als fünf Millionen veraltete Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Dokument hervor. Demnach sollen allein in Peking rund 330.000 Autos stillgelegt werden, 660.000 weitere in der umliegenden Provinz Hebei.

Wie der Plan umgesetzt werden soll, bleibt zunächst offen. Peking hatte Fahrzeughaltern in der Vergangenheit Abwrackprämien für veraltete Fahrzeuge gezahlt. In der chinesischen Hauptstadt sollen Autoabgase für fast ein Drittel der gesundheitsschädlichen Partikel in der Luft verantwortlich sein.

Das Regierungsdokument sieht auch neue Grenzwerte für mit Kohle betriebene Heizungen vor. Zudem sollen die Emissionen von Kraft- und Stahlwerken sowie Zementfabriken reduziert werden.

Chinas Regierungschef Li Keqiang hatte Anfang März einen "Krieg gegen Verschmutzung" angekündigt, die zu den größten Problemen des Landes gehört. Laut einer Studie der Umweltschutzbehörde wurden im vergangenen Jahr nur in drei von 74 untersuchten Kommunen nicht die staatlichen Grenzwerte überschritten. China versucht mit verschiedenen Schritten gegen den Smog vorzugehen - von der Stilllegung von Stahlwerken bis zur Erprobung einer Anti-Smog-Drohne.

dab/Reuters