Indien Streit über Asche in Maggi-Nudeln

Indische Prüfer haben laut "Wall Street Journal" erhöhte Aschewerte in Fertignudeln von Nestlé festgestellt. Der Schweizer Konzern hält das Testverfahren für irreführend.

Auslieferung von Maggi-Nudeln in Bhopal
DPA

Auslieferung von Maggi-Nudeln in Bhopal


Nestlé droht der nächste Lebensmittelskandal. Nur wenige Monate nachdem Maggi-Instantnudeln des Konzerns in Indien wieder in den Verkauf gehen konnten, haben die dortigen Behörden erneut Verunreinigungen in Nestlé-Produkten festgestellt, berichtet das "Wall Street Journal".

Diesmal gehe es um erhöhte Aschewerte in den in Indien sehr populären Fertignudeln. Die in Proben festgestellten Werte hätten die zulässigen Grenzen überschritten, sagte ein Vertreter der Behörde für Lebensmittelsicherheit der Zeitung. Im indischen Bundesstaat Uttar sei deshalb Klage gegen den Konzern eingereicht worden.

Nestlé zufolge soll der Verzehr der Nudeln unbedenklich sein. Die Asche sei nicht durch menschliches Versagen in die Nudeln gelangt, sondern sei ein Produkt aus der Oxidation von Mineralien wie Kalium oder Kalzium. Die Wurzel des Problems seien vielmehr die mangelhaften Standards bei Lebensmitteltests in Indien, so der Konzern.

Die gewürzten Fertiggerichte seien genauso getestet worden wie Pasta, das provoziere aber irreführende Ergebnisse. Über die Regeln für Lebensmitteltests haben sich der Zeitung zufolge auch bereits andere westliche Konzerne beschwert.

Nestlé war gerade dabei, sich von einem Skandal über erhöhte Bleiwerte in Maggi-Nudeln zu erholen. Vergangenes Jahr durften die Produkte auf dem Subkontinent über mehrere Monate hinweg nicht verkauft werden. Der Stopp traf den Konzern empfindlich. Maggi-Nudeln sind in Indien überaus beliebt.

ssu/dpa-AFX



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
D_v_T 01.04.2016
1.
Letztes Wochenende wurde hier bei SPON doch noch eine Schwedin gefeiert, die Asche vorsätzlich in ihren Brotteig mischt.
felisconcolor 01.04.2016
2. Dieser Artikel
sagt absolut nichts, ausser das er mal wieder Zündstoff gibt um gegen die böse Lebensmittelindustrie zu Felde zu ziehen. NEIN ich bin kein Freund von Lebensmittelmolochs. Aber man sollte schon ein bischen über Lebensmittelprüfungen wissen. Ermittelt wird z.B. der Rohascheanteil. Und der ist natürlich anders wenn ich reine Pasta verasche oder eine komplette Trockennudelsuppe mit sämlichen Gewürzen. Was hier mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann ist das den Nudelsuppen Asche (aus was für Verbrennungs- oder Verarbeitungsprozessen auch immer) beigefügt wurde.
hd1 01.04.2016
3. Oxidation von Mineralien
"Die Asche sei nicht durch menschliches Versagen in die Nudeln gelangt, sondern sei ein Produkt aus der Oxidation von Mineralien wie Kalium oder Kalzium" Ich nehme doch nicht an, daß Nestle elementares Kalium und Calcium in die Nudeln tut. Sind die beiden Stoffe in anorganischen Verbindungen lassen sie sich doch nicht oxidieren, in organischen nur bei höheren Temperaturen. Wenn man Lebensmittel verbrennt bleiben die Mineralien übrig. Das wäre dann wohl die Asche.
mhwse 01.04.2016
4. Pottasche?
Also Potasium? Kaliumcarbonat? Chemie im Essen? Auch wenn diese lebenswichtig ist?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.