Ministerin Schwesig Mutterschutz soll künftig auch für Schülerinnen gelten

"Veraltet", findet Familienministerin Schwesig das Mutterschutzgesetz von 1952. Sie will die Regelungen der Realität anpassen. Nach SPIEGEL-Informationen soll es auf Schülerinnen, Studentinnen und Praktikantinnen ausgeweitet werden.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) reformiert nach SPIEGEL-Informationen den Mutterschutz. Laut Referentenentwurf soll er zukünftig auch für Schülerinnen, Praktikantinnen und Studentinnen gelten. Sie müssen in der Zeit beispielsweise keine Prüfungen absolvieren. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Während Schwangerschaft und Stillzeit sind auch Laborarbeiten tabu, wenn die Frauen dort mit gefährlichen Chemikalien in Kontakt kommen könnten. Mütter von Kindern mit Behinderung sollen zwölf statt acht Wochen nach der Geburt in Mutterschutz bleiben.

Das Gesetz von 1952 sei veraltet, sagt Schwesig: "Wir müssen es der heutigen Realität anpassen." Arbeitgeber haben Schwesigs Plänen zufolge "auch Gefährdungen für die psychische Gesundheit" zu beachten. Das neue Gesetz soll im Juli 2016 in Kraft treten.

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