Ministerin Schwesig Mutterschutz soll künftig auch für Schülerinnen gelten

"Veraltet", findet Familienministerin Schwesig das Mutterschutzgesetz von 1952. Sie will die Regelungen der Realität anpassen. Nach SPIEGEL-Informationen soll es auf Schülerinnen, Studentinnen und Praktikantinnen ausgeweitet werden.


Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) reformiert nach SPIEGEL-Informationen den Mutterschutz. Laut Referentenentwurf soll er zukünftig auch für Schülerinnen, Praktikantinnen und Studentinnen gelten. Sie müssen in der Zeit beispielsweise keine Prüfungen absolvieren. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Heft 51/2015
Verliert Deutschland seine Mitte?

Während Schwangerschaft und Stillzeit sind auch Laborarbeiten tabu, wenn die Frauen dort mit gefährlichen Chemikalien in Kontakt kommen könnten. Mütter von Kindern mit Behinderung sollen zwölf statt acht Wochen nach der Geburt in Mutterschutz bleiben.

Das Gesetz von 1952 sei veraltet, sagt Schwesig: "Wir müssen es der heutigen Realität anpassen." Arbeitgeber haben Schwesigs Plänen zufolge "auch Gefährdungen für die psychische Gesundheit" zu beachten. Das neue Gesetz soll im Juli 2016 in Kraft treten.

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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
hd1 12.12.2015
1.
Welche Firma läßt denn schwangere Frauen ins Labor? Wie hoch ist die Chance ein behindertes Kind zu bekommen? 1%? Wenn 100 schwangere Frauen in einem Labor arbeiten und eine bekommt ein behindertes Kind, würde doch sofort die Arbeit dafür verantwortlich gemacht. Ich kenne es so, daß Frauen, die ihre Schwangerschaft bekannt geben, sofort ein Laborverbot erhalten. Die dürfen dann im Büro sitzen.
hemithea 12.12.2015
2.
Zitat von hd1Welche Firma läßt denn schwangere Frauen ins Labor? Wie hoch ist die Chance ein behindertes Kind zu bekommen? 1%? Wenn 100 schwangere Frauen in einem Labor arbeiten und eine bekommt ein behindertes Kind, würde doch sofort die Arbeit dafür verantwortlich gemacht. Ich kenne es so, daß Frauen, die ihre Schwangerschaft bekannt geben, sofort ein Laborverbot erhalten. Die dürfen dann im Büro sitzen.
Ich hatte als Studentin der Chemie trotzdem kein Mutterschutz und musste zwar nichts in Labor, aber bis zuletzt in die Uni, v.a. in die verplichtenden Seminare, war nicht lustig. Auch nach der Geburt hätte ich eigentlich sofort, nach der Entlassung aus KH, in die Uni gemusst, wäre da nicht meine Ärztin geistig gegenwärtig gewesen, mich krank zu schreiben. Ob Elternzeit in der Uni (für Praktikanten, für Schülerinnen schon) für StudentIinnen notwendig ist (Urlaubssemester) , kann man diskutieren, aber 14 Wochen für die Schwangere, ich hätte mich darüber mehr als nur gefreut.
katja.nierzwicki 13.12.2015
3. Ein...
... guter Schritt. :)
steuerbelasteter 13.12.2015
4. Männer zieht euch warm an
Schwesig arbeitet sich in der SPD mit guten Ideen und starker Medienpraesenz emsig nach oben, während Gabriel von der Jungsozialisten Chefin und den SPD- Parteitagsdelegierten zerrupft wird. Der Vormarsch der Frauen in der deutschen Politik ist schon erstaunlich: Union- Merkel, Linke- Wagenknecht, NRW- Kraft, Afd- Petry, gerade die umstrittene AfD hätte sich keine bessere Person an die Spitze wählen können als die charmante und eloquente Frau Petry, die stark von der männlichen Beisshemmung gegenüber der Weiblichkeit profitiert. Nach unendlich vielen verschlissenen männlichen Vorsitzenden sollte es die - alte Tante - SPD mal mit einer weiblichen Vorsitzenden - z. B. mit Frau Schwesig- versuchen. Die CSU ist die einzige verbliebene mega erfolgreiche männliche Bastion, wo gibt es sonst noch demokratische Parteien, die über einen so langen Zeitraum derartige Wahlerfolge vorweisen können.
47/11 13.12.2015
5. Na wunderbar ...
... da fehlen nur noch die Pille und die Verhüterli für den Kindergarten . Schöne neue Welt .
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