Venezuela McDonald's fehlen Brötchen für Big Mac

Die Wirtschaftskrise in Venezuela trifft auch große US-Firmen: McDonald's nimmt den Big Mac von der Karte. Offenbar fehlt es an Nachschub bei den Brötchen.

Big Mac von McDonald's
DPA

Big Mac von McDonald's


Venezuela leidet unter den Folgen der Wirtschaftskrise: Lebensmittel sind knapp, die medizinische Versorgung ist schlecht, Fluggesellschaften fliegen das Land kaum noch an, die Produktion stockt. Auch Weltkonzerne wie McDonald's sind vor Lieferengpässen nicht gefeit. Die Fastfoodkette hat nun angekündigt, vorerst keine Big Macs mehr in Venezuela anzubieten.

Venezolanischen Medien zufolge fehlt es an Brötchen. Der Konzern komme derzeit nicht an die Scheiben, die zwischen den beiden Fleischstücken in der Mitte des Burgers liegen. Das Unternehmen erklärte am Donnerstag, es arbeite mit den Zulieferern daran, das Problem so schnell wie möglich zu beheben, nannte jedoch keinen Grund für den Verkaufstopp.

Es ist nicht das erste Mal, dass McDonald's in Venezuela die Zutaten ausgehen. Im vergangenen Jahr hatte die Fastfoodkette wegen Lieferengpässen bereits vorübergehend den Verkauf von Pommes frites eingestellt.

Der ölreiche südamerikanische Staat befindet sich seit dem Verfall des Ölpreises in einer schweren Wirtschaftskrise. Wegen gravierender Versorgungsengpässe gab es zuletzt immer wieder Unruhen. Die Opposition macht den sozialistischen Präsidenten für die Probleme verantwortlich. (Lesen Sie hier eine Reportage über den Zustand des Gesundheitswesens in Venezuela.)

brk/AFP



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