Neue Prognose Berliner Flughafen soll 1,1 Milliarden Euro mehr kosten

Der Berliner Flughafen wird offenbar deutlich teurer als zuletzt geplant. Laut einem Pressebericht veranschlagt BER-Chef Mehdorn 1,1 Milliarden Euro mehr als bisher. Damit würden die Gesamtkosten auf 5,4 Milliarden Euro steigen.
BER-Chef Mehdorn: 5,4 statt 4,3 Milliarden Euro

BER-Chef Mehdorn: 5,4 statt 4,3 Milliarden Euro

Foto: Ralf Hirschberger/ dpa

Berlin - Der Chef der Berliner Flughäfen, Hartmut Mehdorn, verlangt von den Gesellschaftern weitere 1,1 Milliarden Euro, um den Hauptstadtflughafen BER fertigstellen zu können. Die Zahl habe Mehdorn in einem Gespräch mit Berichterstattern des Haushaltsausschusses im Deutschen Bundestag genannt, berichtet das "Handelsblatt". "Diese Summe ist laut Mehdorn bis zur Inbetriebnahme des Flughafens noch notwendig", sagte ein Haushaltspolitiker der Zeitung.

Die zusätzlichen Finanzmittel deckten demnach die restlichen Baukosten ab sowie die Kosten für den Schallschutz. Eine mögliche Modernisierung des alten Flughafens Schönefelds zur Ausweitung der Kapazitäten sei dabei nicht berücksichtigt, habe Mehdorn gesagt.

Bisher lag der offizielle Kostenrahmen für den Flughafen bei 4,3 Milliarden Euro. Dass die Kosten in Wahrheit deutlich höher liegen, war aber bereits seit Monaten offensichtlich. Ursprünglich war der Bau einmal auf zwei Milliarden Euro taxiert worden.

Unklar bleibt, wann der Flughafen eröffnet werden soll. Ursprünglich war ein Termin Ende 2011 geplant gewesen - inzwischen wurde die Eröffnung allerdings mehrmals verschoben. Zuletzt hatte Mehdorn nicht mehr ausgeschlossen, dass es erst 2016 losgehen könnte. Kritiker halten selbst diese Prognose für zu optimistisch.

stk
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