Verdacht der Steuerhinterziehung Lionel Messi soll auf die Anklagebank

Lionel Messi droht ein peinlicher Prozess: Ein spanisches Gericht hat den Antrag abgelehnt, die Ermittlungen gegen den Fußball-Weltstar einzustellen. Es geht um Steuerschulden in Millionenhöhe.
Messi (April 2014): 4,1 Millionen Euro Steuern nicht abgeführt?

Messi (April 2014): 4,1 Millionen Euro Steuern nicht abgeführt?

Foto: Jorge Guerrero/ AFP

Barcelona - Die Staatsanwaltschaft muss weiter gegen Lionel Messi ermitteln. Die zuständige Ermittlungsrichterin in Gavà bei Barcelona hat am Montag einen Antrag der Strafverfolger abgelehnt, die Ermittlungen gegen den Fußballstar wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung einzustellen.

Die Anklagebehörde hatte ihr Gesuch damit begründet, dass der viermalige Weltfußballer sich um finanzielle Angelegenheiten nicht gekümmert habe. Sie sprach sich dafür aus, nur noch gegen den Vater Jorge zu ermitteln.

Die Ermittlungsrichterin sah das jedoch anders. Sie entschied, es gebe doch Anhaltspunkte dafür, dass der 27-jährige Argentinier von den Geschäften seines Vaters gewusst habe. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass gegen den Barça-Star Anklage erhoben und ein Prozess gegen ihn eröffnet wird. Allerdings kann Messi gegen diesen Gerichtsbeschluss noch Berufung einlegen.

Die Justiz legt dem Stürmer und dessen Vater zur Last, in den Jahren 2007, 2008 und 2009 dem Finanzamt insgesamt 4,1 Millionen Euro an Steuern schuldig geblieben zu sein. Die Argentinier zahlten nach Einleitung der Ermittlungen 15 Millionen Euro Steuern an das Finanzamt nach. Der Vater entlastete in einem Schreiben an das Gericht seinen Sohn in der Affäre und betonte, dass der Fußballprofi sich nie mit Steuerdingen befasst habe.

ric/AP/dpa/sid
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