Nafta 2.0 Mexiko ratifiziert neues Handelsabkommen mit den USA und Kanada

In Nordamerika soll durch das USMCA-Abkommen eine der größten Freihandelszonen der Welt entstehen. Mexiko hat es nun ratifiziert, trotzdem herrscht Unsicherheit - wegen der Zollpolitik Donald Trumps.

Neues BMW-Werk im mexikanischen San Luis Potosí
BMW/ dpa

Neues BMW-Werk im mexikanischen San Luis Potosí


Das Abkommen soll fast 500 Millionen Menschen betreffen und ein Gebiet mit einer Gesamtwirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar abdecken: Als erster Vertragsstaat hat Mexiko das neue Freihandelsabkommen USMCA ratifiziert.

Mit 114 zu vier Stimmen votierte der mexikanische Senat für das Vertragswerk, mit dem auf Drängen von US-Präsident Donald Trump das 25 Jahre alte Nafta-Abkommen ersetzt werden soll.

Mexiko will sich so den Marktzugang in die USA sichern. 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die USA. Trump hatte gedroht, ganz aus dem Handelspakt auszusteigen, wenn es keine besseren Bedingungen für die USA gibt.

Strafzölle weiter ein US-Druckmittel

Trump hatte Mexiko zuletzt erst mit Strafzöllen gedroht, falls es die zentralamerikanischen Migranten auf ihrem Weg nach Norden nicht stoppt. Hastig wurde ein Deal vereinbart, um diese Sonderabgaben zu verhindern, die womöglich unter anderem auch den deutschen Autohersteller BMW mit seinem neuen Werk in San Luis Potosí getroffen hätten.

Über USMCA war nach monatelangen Verhandlungen Ende November am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires eine Einigung erzielt worden. Auch der dritte Vertragsstaat Kanada treibt die Ratifizierung voran. Widerstand gibt es allerdings in den USA, wo die oppositionellen Demokraten wegen Bedenken bei Arbeitsrechts- und Umweltvorgaben mit einer Blockade gedroht haben.

apr/Reuters/dpa



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