Teurer Wohnraum Aktionsbündnis will sechs Jahre ohne Mieterhöhung

Mietpreise steigen in deutschen Großstädten seit Jahren. Nun will ein Bündnis aus Mietervertretern und Gewerkschaften eine sechsjährige Atempause erwirken. Der Eigentümerverband verwehrt sich entschieden dagegen.
Wohnanlagen in München: In der bayerischen Landeshauptstadt sind die Mietpreise besonders hoch

Wohnanlagen in München: In der bayerischen Landeshauptstadt sind die Mietpreise besonders hoch

Foto: Sven Hoppe/ picture alliance / dpa

Mietervertreter und Gewerkschaften verlangen einen bundesweiten Mietenstopp für die nächsten sechs Jahre. Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung hätten keine Wende auf dem Wohnungsmarkt gebracht, teilten  der Deutsche Mieterbund, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Paritätische Gesamtverband und mehrere Mieter-Initiativen mit. Sie haben sich in der Kampagne »Mietenstopp! Denn dein Zuhause steht auf dem Spiel« zusammengeschlossen.

Weiterhin würden zu wenige Wohnungen gebaut, heißt es in der Pressemitteilung. Die Mieten stiegen ebenso wie die Baulandpreise in Ballungszentren, während die Zahl der Sozialwohnungen weiter sinke.

Der Eigentümerverband Haus und Grund wies die Forderung zurück. »Die Vorstellung, alle Mieter seien bedürftig, geht vollkommen an der Realität vorbei«, sagte Verbandspräsident Kai Warnecke. Das gelte auch für einen Mietenstopp. Haus und Grund verwies auf Berlin, wo es seit einem Jahr einen solchen Mietendeckel gibt. Dieser verknappe das Wohnungsangebot  und entlaste vor allem zahlungskräftige Mieter im gehobenen Segment.

Die Bundesregierung will am Dienstag eine Bilanz ihrer »Wohnraumoffensive« ziehen. Sie war vor zwei Jahren begonnen worden. Nach Darstellung des Mieterbunds dreht sich die Mietenspirale jedoch weiter nach oben.

bah/dpa
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