15 Dollar pro Stunde New York und Kalifornien erhöhen Mindestlohn

Gesetzlich vorgeschrieben sind nur 7,25 Dollar pro Stunde. Doch die US-Staaten New York und Kalifornien wollen den Mindestlohn nun mehr als verdoppeln - allerdings schrittweise.

Kellner in New York
Getty Images

Kellner in New York


Die US-Bundesstaaten New York und Kalifornien wollen den Mindestlohn auf 15 Dollar (umgerechnet etwa 13 Euro) pro Stunde anheben - und damit auf mehr als das Doppelte des landesweit vorgeschriebenen Minimums. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo und Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown unterzeichneten die entsprechenden Gesetze am Montag.

Der derzeit in den USA vorgeschriebene Mindestlohn liegt bei 7,25 Dollar pro Stunde. In Kalifornien soll er von aktuell zehn Dollar bis zum Jahr 2022 auf 15 Dollar angehoben werden, im Staat New York zunächst auf 12,50 Dollar bis zum Jahr 2020 und dann in weiteren Schritten auf 15 Dollar.

In New York City, einer der teuersten Städte der Welt, soll der Satz von 15 Dollar bereits bis Ende 2019 eingeführt werden. Das wäre nach jetzigem Stand der höchste Mindestlohn in den USA. Ökonomen streiten darüber, ob Mindestlöhne Einkommensunterschiede letztlich wirklich verringern oder Arbeitsplätze kosten.

kpa/dpa



insgesamt 41 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
tommyblux 05.04.2016
1.
In Deutschland zumindest ist die Arbeitslosenquote trotz Mindestlohneinführung stark zurückgegangen. Trotz aller Bedenken sämtlicher wirtschaftsnaher Verbände.
hansgustor 05.04.2016
2. Noch Argumente?
Wenn selbst die Wahlheimat des Kapitalismus einen höheren Mindestlohn verkraftet als Deutschland, welche Argumente bleiben den Gegnern dann noch?
pelayo1 05.04.2016
3.
Immerhin ein Mindestlohn von 13,17 €. Müsste für die deutsche Wirtschaft eigentlich auch machbar sein.
bauigel 05.04.2016
4. An all die Jammerer
An all die Jammerer. Derzeit 7,25 $..... sind etwa 6,50€..... und dass bei deutlich höheren Lebenshaltungskosten.... und kein soziales Netz. Aber kaum ein anderes Land jammert so sehr wie die Deutschen.
gedankensucher 05.04.2016
5. Richtiger Schritt
Hier in Deutschland kommt man mit Mindestlohn auf gut 1000.- netto. Zieht man eine Warmmiete von 500.-€ (was man in Ballungsgebieten erst mal finden muss) ab, dann bleiben 500.- zum Leben. Das ist nicht viel überm Harz IV - Satz. Wer arbeitet, sollte doch wenigstens 500.- über dem HIV-Satz liegen. Dann müsste der Mindestlohn bei 15.-€ liegen. Oder man reduziert die Last der Sozialversicherungen/Steuern für die Geringverdiener! Im Moment wird man immer noch finanziell gestraft, wenn man im Niedriglohnsektor arbeitet.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.