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31. August 2015, 13:27 Uhr

Wegwerfkultur

320.000 Kaffeebecher landen jede Stunde im Müll

Coffee to go ist in Deutschland beliebt. Jede Stunde werden Hunderttausende Becher verkauft - und landen bald darauf im Müll. Umweltschützer fordern nun eine Abgabe auf die Einwegprodukte.

Ob in den Fußgängerzonen oder in der U-Bahn - Menschen mit Pappbechern in der Hand gehören in Deutschlands Städten längst zum Straßenbild. Der schnelle Kaffee für unterwegs ist beliebt und das hat fatale Folgen für die Umwelt. 320.000 Kaffeebecher landen nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bundesweit jede Stunde im Müll.

Um die Zahl der Wegwerfbecher zu reduzieren, fordern die Umweltschützer nun die Einführung einer Abgabe. 20 Cent sollen die Kaffeetrinker für jeden Einwegbecher zahlen. Das könnte ein Anreiz sein, den Kaffee künftig häufiger aus Mehrweggefäßen zu trinken.

Die Forderung ist Teil einer neuen Kampagne, mit der auf das Müllproblem aufmerksam gemacht werden soll. Gemeinsam mit der Stiftung Naturschutz will die DUH das Image der wiederverwendbaren Becher verbessern und so die Müllflut durch den Coffee to go eindämmen.

Neben der Abfallproblematik beschäftigt die Aktivisten auch die Frage der Ressourcenverschwendung. Denn für die Produktion der in Deutschland verbrauchten Becher ist ihren Berechnungen zufolge jährlich eine Energiemenge nötig, mit der man eine Kleinstadt versorgen könnte.

brk/dpa

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