Nach Gerichtsurteil Bundesagentur entfristet 4000 Arbeitsverträge

Tausende Arbeitsvermittler bekommen einen festen Job: Die Bundesagentur für Arbeit hat nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts die Verträge von 4000 Mitarbeitern entfristet. Das könnte die Behörde vor Probleme stellen - denn eigentlich will sie Stellen abbauen. 

Bundesagentur für Arbeit: Entfristung für 4000 Beschäftigte
dapd

Bundesagentur für Arbeit: Entfristung für 4000 Beschäftigte


Berlin - Jobvermittler bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) können aufatmen: Die Behörde hat die Verträge von rund 4000 befristet Beschäftigten entfristet. Grund dafür sei ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom März 2011, hieß es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag.

Für die überwiegende Zahl der Mitarbeiter in der Bundesagentur sei bereits eine Stelle gefunden worden. Noch seien aber nicht alle untergebracht. Im März hatte das BAG öffentlichen Arbeitgebern mit zwei Urteilen die Befristung von Stellen erschwert. Dass ein von der Bundesagentur selbst aufgestellter Haushaltsplan auch Mittel für befristete Verträge vorsieht - diese Argumentation darf die Behörde demnach nicht mehr als Grund zur Schaffung von befristeten Arbeitsverhältnissen nutzen. Bisher war in der BA etwa jede sechste Stelle befristet.

Das Problem der Behörde: Sie will in den kommenden vier Jahren rund 17.000Stellen abbauen. Die Mitarbeiterzahl würde damit auf rund 100.000 sinken. Die Arbeitsverhältnisse sollen ohne betriebsbedingte Kündigungen wegfallen. Grund für den Jobabbau ist unter anderem der Boom auf dem Arbeitsmarkt. Weil die Arbeitslosenquote sinkt, werden weniger Arbeitsvermittler gebraucht.

bos/afp



insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
si_tacuisses 11.08.2011
1. Äh....Arbeitsvermittler ?
Zitat von sysopTausende Arbeitsvermittler bekommen einen festen Job:*Die Bundesagentur für Arbeit*hat nach einem*Urteil des Bundesarbeitsgerichts die Verträge von 4000 Mitarbeitern entfristet.*Das könnte die Behörde vor Probleme stellen - denn eigentlich will sie Stellen abbauen.* http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,779777,00.html
Was vermitteln die denn ? Arbeit oder Arbeitslosigkeit ? Also ich hatte den Eindruck, dass da ein erkleckliche Anzahl minderbemittelt sind. Aber immerhin 100.000 schöne warme Pöstchen die sich wohl zum Teil mit der Hauptbeschhäftigung "Schikane" den Ruhetag ( Montags bis Freitags ) vertreiben. Halt einfach ein Saustall.
geotie 11.08.2011
2. yohh
Glauben die wirklich, dass die Arbeitslosigkeit so abnimmt und dadurch 17 000 Jobvermittler eingespart werden können oder wollen die ihre Mitarbeiter nur entlassen damit diese als Ein-Euro-Jobber oder ähnlichem eingestellt werden? Andere Firmen machen das, warum diese Bundesagentur nicht auch!
M_G 12.08.2011
3. *
Zitat von si_tacuissesWas vermitteln die denn ? Arbeit oder Arbeitslosigkeit ? Also ich hatte den Eindruck, dass da ein erkleckliche Anzahl minderbemittelt sind. Aber immerhin 100.000 schöne warme Pöstchen die sich wohl zum Teil mit der Hauptbeschhäftigung "Schikane" den Ruhetag ( Montags bis Freitags ) vertreiben. Halt einfach ein Saustall.
...wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Finger auf der Tastatur still halten...
Koltschak 12.08.2011
4.
Zitat von M_G...wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Finger auf der Tastatur still halten...
Leider höre ich von vielen Seiten, was si_tacuisses geschrieben hat. Wenig Ahnung, aber davon viel, so gerieren sich viele Mitarbeiter der ARGEs und Jobcenter oder wie immer diese Vereine wo auch immer heißen mögen. Und ich habe damit dienstlich zu tun!
SirTurbo, 12.08.2011
5. Jetzt werben - im SpiegelOnline Forum
Zitat von KoltschakLeider höre ich von vielen Seiten, was si_tacuisses geschrieben hat. Wenig Ahnung, aber davon viel, so gerieren sich viele Mitarbeiter der ARGEs und Jobcenter oder wie immer diese Vereine wo auch immer heißen mögen. Und ich habe damit dienstlich zu tun!
Ich hatte diese Woche das zweifelhafte Vergnügen, eine dieser Erwerblosenveralberinnen live zu erleben. Unglaublich wie man es schafft jemanden der trotz deutscher Muttersprache dermassen unfit in einfachen Wörtern ist auf einen Platz zu setzen der auf Kundenkontakt beruht. Komplett überfordert die "Gute". Und da ging es ausnahmsweise mal nicht um Gesetze und Anweisungen aus Nürnberg - da wundert einen dann auch nicht, daß bei eben diesen vollends ein Fragezeichen im Gesicht des Öffentlich Bediensteten auftaucht...
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