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13. Juni 2019, 07:42 Uhr

Neues Konzept

Grüne fordern Grundsicherung für Kinder

In Sachen Familienfreundlichkeit schneidet Deutschland im internationalen Vergleich recht gut ab. Die Grünen sehen aber noch Raum für Verbesserungen - mit einer Grundsicherung, speziell für die Jüngsten der Gesellschaft.

Die Grünen stellen an diesem Donnerstag ihr Konzept für eine Kindergrundsicherung vor. Parteichefin Annalena Baerbock und Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt erläutern die Pläne gemeinsam. Für eine solche Sozialleistung werben die Grünen schon länger. Konkrete Beträge haben sie bisher nicht genannt.

Im Wahlprogramm 2017 hatte die Partei gefordert, Kindergeld und Kinderfreibeträge durch eine Grundsicherung zu ersetzen, die unabhängig vom Einkommen der Eltern sein und mit einer Reform des Ehegattensplittings einhergehen sollte. Bei der Bundestagsfraktion hieß es vergangenes Jahr, die Kindergrundsicherung solle automatisch ausgezahlt werden und zwar als garantierter Sockelbetrag für alle Kinder, ergänzt um einen variablen Betrag, der umso höher ausfällt, je geringer das Einkommen ist.

Die Forderung nach einer Kindergrundsicherung erheben die Grünen nicht exklusiv. Auch SPD und die Linke haben entsprechende Pläne. Die FDP wirbt für ein "Kinderchancengeld", das kindesbezogenen Leistungen bündeln soll.

Ein einheitliches Leistungspaket für Kinder ergibt durchaus Sinn. Denn bislang ist das Angebot an staatlichen Leistungen für Kinder und Familien sehr unübersichtlich:

mik/dpa-AFX

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