Minutenprotokoll zur Griechenlandkrise: Die Ereignisse vom Sonntag im Überblick

Das klare Nein der Griechen hat die Welt überrascht. Die Geschehnisse am Wahlabend in Griechenland und die ersten Reaktionen vom Sonntagabend hier zum Nachlesen.

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7/6/15 4:07 AM Führende deutsche Ökonomen sehen Griechenland nach dem Nein auf dem Weg aus dem Euro. "Es läuft auf einen Grexit hinaus" , sagte BayernLB-Chefvolkswirt Jürgen Michels der Nachrichtenagentur Reuters. "Ein Ende mit Schrecken ist möglich" , sagte auch der Chefökonom der Berenberg Bank, Holger Schmieding. 7/6/15 3:27 AM Mein Kollege Christian Rickens , Leiter des Wirtschaftsressorts bei SPIEGEL ONLINE, hätte sich einen anderen Ausgang des Referendums gewünscht. Warum, schreibt er in seinem Frühkommentar . 7/6/15 2:37 AM Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner bejubelt das Nein aus Griechenland . 2002 stand Argentinien an einem ähnlichen Punkt wie heute der Krisenstaat in Europa: Das Land war pleite. 7/6/15 2:35 AM 7/6/15 1:43 AM Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis meldet sich in seinem persönlichen Blog zu Wort : "Unser NEIN ist ein majestätisches, großes JA zu einem demokratischen Europa ", schreibt er unter anderem. Es sei allerdings ein NEIN zu einer Eurozone, die wie ein eiserner Käfig für ihre Völker funktioniere. 7/6/15 1:34 AM Das Griechenland-Referendum war auch das Thema der Talkshow von Günther Jauch . Es donnerte über Berlin, ansonsten lief die Sendung aber so ziemlich genauso ab, wie alle anderen Diskussionsrunden zur Hellas-Krise. Mehr lesen Sie in unserer ausführlichen TV-Kritik . 7/6/15 12:39 AM Eine der spannendsten Fragen dieses Montags: Wie reagieren die Märkte? Der Nikkei-Index verliert kurz nach Börsenstart in Tokio 339,64 Punkte oder 1,65 Prozent auf den Zwischenstand von 20.200,15 Zählern. Ein dramatischer Einbruch sieht anders aus. Die Börse hier in Sydney gibt rund 1,4 Prozent nach. "Nach Umfragen sollte das Ergebnis in Griechenland knapp werden, und die 61 Prozent Nein sind eine Überraschung", sagte der Analyst Saul Eskale dem Sender ABC. "Märkte hassen Überraschungen." 7/6/15 12:02 AM Inzwischen sind alle Stimmen in Griechenland ausgezählt worden. Hier das Endergebnis : Mit Ja stimmten 38,69 Prozent , Nein kreuzten 61,31 Prozent an. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,5 Prozent . 5,8 Prozent der Wähler gaben ungültige Stimmzettel ab. 7/5/15 11:58 PM Am Montag um 9 Uhr MEZ treffen sich die Chefs der im griechischen Parlament vertretenen Parteien bei Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos. Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte um den Termin gebeten. Offenbar will er die anderen Parteien auf eine gemeinsame harte Linie gegenüber den Gläubigern einschwören . 7/5/15 11:24 PM Auch in Paris haben Hunderte Anhänger der Linken das Ergebnis aus Griechenland bejubelt. Die Demonstranten versammelten sich rund um die Statue der Republik auf der Place de la République. Sie waren einem Aufruf des Linkspolitikers Jean-Luc Mélenchon gefolgt. (Foto: AFP) 7/5/15 11:20 PM Der Euro verliert , aber er rauscht nicht gerade in die Tiefe: Die Gemeinschaftswährung rutschte nach dem Nein der Griechen zeitweise um 1,4 Prozent ab, konnte sich dann aber etwas fangen und lag zuletzt im asiatischen Handel mit 1,1032 Dollar noch 0,7 Prozent tiefer . Am Freitag hatte der Euro in New York bei 1,1104 Dollar geschlossen. 7/5/15 10:21 PM Jubel in Athen : In der griechischen Hauptstadt feiern noch immer Hunderte Menschen das Nein zu den Reform- und Sparvorschlägen der Gläubiger. (Foto: Getty Images) 7/5/15 10:12 PM Ulrich Grillo , Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), greift in Sachen Griechenland ebenfalls tief in die Metaphernkiste: "Das Ergebnis ist ein Schlag ins Gesicht aller Europäer.", sagte Grillo der "Bild"-Zeitung". Die Situation für Griechenland sei nun "noch dramatischer geworden". Ein Grexit sei nach dem Referendum durchaus möglich: "Faule Kompromisse darf es nicht geben. Griechenland kann nicht um jeden Preis in der Währungsunion gehalten werden ." 7/5/15 10:06 PM Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem macht aus seinem Frust über das Referendum keinen Hehl: "D ieses Ergebnis ist äußert bedauerlich für Griechenlands Zukunft . Für die Erholung der griechischen Wirtschaft sind schwierige Maßnahmen und Reformen unabdingbar", teilte der Niederländer mit . "Wir werden jetzt auf die Initiativen der griechischen Behörden warten." 7/5/15 9:57 PM Mit dieser Eilmeldung sorgte die Nachrichtenagentur AP vorhin für Aufregung: Noch ein Referendum wegen Griechenland? Fünf Minuten später kam die Entwarnung: Statt Referendum hätte dort eigentlich "Summit" stehen sollen, also Gipfel. Das nennt man wohl einen Freud'schen Vertipper. 7/5/15 9:55 PM Premierminister Alexis Tsipras hat sich am Abend mit Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos getroffen Bei dem Gespräch bat der Regierunschef Pavlopoulos darum, ein Treffen aller griechischen Parteichefs einzuberufen. "Eine starke nationale Front" müsse für die Verhandlungen mit den Geldgebern gebildet werden, forderte Tsipras. 7/5/15 9:33 PM Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier fällt zum Ergebnis des Referendums auch nur eine der meiststrapazierten Metaphern zum Schuldenstreit mit Griechenland ein. Nämlich die vom Ball , der mal wieder irgendwo liegt, wahlweise in Brüssel, Berlin oder Athen. Steinmeier will den Ball jetzt gerade in Athen entdeckt haben. Wörtlich sagte der SPD-Politiker: "Wir haben zunächst mal ein solches Ergebnis zu akzeptieren. Welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind, das ist eine Entscheidung, die jetzt in erster Linie in Griechenland getroffen werden muss und deshalb liegt der Ball in Athen ." 7/5/15 9:29 PM Liebe Leser, vielen Dank für Ihr Interesse bis hierhin. Ich übergebe nun an meinen Kollegen Christoph Sydow, der von Sydney aus die Lage im Blick behält. 7/5/15 9:20 PM Und auch dies ist an solch einem Tag eine Eilmeldung: Montagfrüh werden EU-Kommissionschef Juncker, Ratspräsident Tusk, EZB-Vorsitzender Draghi und Euro-Gruppen-Chef Dijsselbloem telefonieren. Tusk hat nun offiziell ein Euro-Treffen in Brüssel für Dienstagabend einberufen – es steht also wieder einmal ein womöglich entscheidender Griechenlandgipfel bevor. 7/5/15 9:07 PM So sieht es übrigens im Nachrichtenticker aus, wenn der griechische Premier spricht. Die Kollegen von Reuters eilen dann satzweise. 7/5/15 8:52 PM The Greek people made a historic and brave choice. Their response will alter the existing dialogue in Europe. #Greece #Greferendum 7/5/15 8:51 PM Premier Alexis Tsipras spricht im Fernsehen. Er lobt die "mutige Wahl" der Griechen, die gezeigt habe, dass "sich Demokratie nicht erpressen lässt“. Das Ergebnis sei ein "Auftrag für faire Verhandlungen" . Es werde bei den Verhandlungen jetzt erst recht um einen Schuldenschnitt gehen. "Jetzt wird die griechische Schuldenlast auf den Verhandlungstisch kommen", so sagt er es. 7/5/15 8:31 PM Gianis Varoufakis ist auch noch vor die Presse getreten, und zwar im T-Shirt. "Das heutige Nein ist ein großes Ja zu einem demokratischen Europa", sagte er. Und: "Ab morgen fangen wir an, unsere Wunden zu lecken.“ Man darf gespannt sein, wie er das alles seinen EU-Finanzministerkollegen erläutern wird. Die Gruppe wird sich in den kommenden Tagen treffen. Zuletzt verglich Varoufakis die Haltung der Gläubiger mit Waterboarding und Terrorismus. 7/5/15 8:19 PM Es wird einen Sondergipfel der Euro-Staaten geben , und zwar voraussichtlich am Dienstag. Dafür haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande ausgesprochen. Sie haben am Abend telefoniert und sind sich, so ein Sprecher in Berlin, einig gewesen, "dass das Votum der griechischen Bürger zu respektieren ist". Das kann alles mögliche heißen. 7/5/15 8:13 PM Die sonstigen Reaktionen aus Deutschland? Ziemlich erwartbar. Die CSU kläfft gegen Athen ( "Volksbelüger Tsipras" ), die Linkspartei frohlockt wie immer, wenn es gegen die Sparpolitik geht ("Der Demos hat gesprochen!"). Und dann gibt es noch eine Wortmeldung aus dem Sparkassenverband. Das griechische Volk habe sich gegen die Grundlagen und Regeln eines einheitlichen Währungsraums ausgesprochen, sagt der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, Georg Fahrenschon. "Konsequenterweise sollte Griechenland jetzt aus der Euro-Währungsgemeinschaft ausscheiden." Fahrenschon war bis 2011 bayerischer Finanzminister. 7/5/15 7:38 PM Jetzt äußert sich erstmals ein Vertreter der Bundesregierung - und zwar deutlich. Vizekanzler Sigmar Gabriel sagt, er sehe nach dem Nein-Votum kaum noch Chancen auf einen Kompromiss mit Athen. Regierungschef Tsipras habe "letzte Brücken eingerissen, über die Europa und Griechenland sich auf einen Kompromiss zubewegen konnten", so der SPD-Chef im Berliner "Tagesspiegel". Und: "Mit der Absage an die Spielregeln der Eurozone, wie sie im mehrheitlichen Nein zum Ausdruck kommt, sind Verhandlungen über milliardenschwere Programme kaum vorstellbar." 7/5/15 7:33 PM Erste Reaktionen auf Referendum: "Merkel muss jetzt den Grexit organisieren" spon.de/aexhE #grexit #greferendum #Griechenland 7/5/15 7:24 PM Stand 21.20 Uhr - und inzwischen sind fast 60 Prozent aller Stimmen ausgezählt . Nach Angaben des Innenministeriums kommt das Nein-Lager auf 61,3 Prozent. 7/5/15 7:11 PM Partystimmung auf dem Syntagma 7/5/15 7:02 PM Und in Athen? So sieht es gerade vor dem Syntagma-Platz im Zentrum aus. Reporter berichten von Feierstimmung – aber auf überschaubarem Niveau: Die Rede ist von Hunderten Feiernden, nicht von Tausenden (Foto: AFP). 7/5/15 6:59 PM Immerhin Italiens Außenminister Paolo Gentiloni meldet sich zu Wort: Jetzt sei es richtig, wieder eine Einigung mit Athen zu suchen. Auch Italien, vor Jahren noch gemeinsam mit Griechenland größtes Sorgenkind der Eurozone, war zuletzt auf Abstand zur Regierung Tsipras gegangen. 7/5/15 6:51 PM Die Ankündigung von griechischen Regierungsvertretern, jetzt binnen 48 Stunden eine Lösung mit den Gläubigern suchen zu wollen, stößt erwartungsgemäß auf Skepsis in Europa. Bislang ist kein Treffen der Finanzminister geplant . Erst einmal beraten Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande am Montag in Paris über eine Reaktion auf das Referendum. 7/5/15 6:27 PM Noch muss mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt werden, doch klar ist: Sieger des Referendums sind Alexis Tsipras und seine Regierung. Eine Mehrheit der Griechen ist ihrer Empfehlung gefolgt, mit Nein zu stimmen. Der Sieg ist vor allem ein symbolischer. Ob es nun wirklich für sie einfacher wird, einen Deal mit den Gläubigern zu verhandeln, wie Tsipras, Varoufakis und Co. behaupten, ist mehr als fraglich. Mit dem Nein zum Reformprogramm fehlt eine gemeinsame Grundlage für Athen und seine Gläubiger. 7/5/15 6:22 PM 7/5/15 6:20 PM Wie geht es nach dem Referendum weiter? Ein kurzer Überblick über die nächsten wichtigen Termine : 6. Juli : Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft in Paris den französischen Präsidenten François Hollande, um über die Konsequenzen aus dem griechischem Referendum zu beraten. 7. Juli : Frühestens am Dienstag könnten Griechenlands Banken und die Börse in Athen wieder öffnen. 10. Juli : Griechische Staatspapiere mit kurzen Laufzeiten (T-Bills) in Höhe von zwei Milliarden Euro werden fällig und müssten durch neue abgelöst werden. Dieser Termin ist vor allem für das Urteil der Ratingagenturen wichtig. 13. Juli : Athen muss eine weitere Rate von knapp 500 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds zurückzahlen. 17. Juli : Weitere T-Bills in Höhe von einer Milliarde Euro werden fällig. 20. Juli : Athen muss insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zurückzahlen. Sollte diese Zahlung ausfallen, dürfte es der EZB laut Experten kaum noch möglich sein, weiter Ela-Kredite an griechische Banken zu vergeben. 7/5/15 6:11 PM 7/5/15 6:11 PM Scharfe Reaktionen aus der Union: "Die EU ist kein Wünsch-dir-was-Verein, in dem die einen die Spielregeln individuell bestimmen, und die anderen das Ganze bezahlen", twittert CDU-Vizechefin Julia Klöckner . Die CSU setzt nach: "Gute Nacht, Griechenland. Ihr geht jetzt einen ganz schweren Weg." Generalsekretär Andreas Scheuer spricht vom "linken Erpresser und Volksbelüger" Tsipras. Beim verbalen Zündeln nehmen sich deutsche und griechische Politiker nichts. 7/5/15 6:08 PM Kanzlerin #Merkel trifft morgen in Paris Präsident @ fhollande , um Situation nach griechischem Referendum zu bewerten bpaq.de/paris67 7/5/15 6:05 PM Auch der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos freut sich offensichtlich über die ersten Ergebnisse des Referendums. " Dies zeigt, dass das griechische Volk nicht erpresst, terrorisiert und bedroht werden kann. Die Demokratie siegt", schrieb er auf Twitter. 7/5/15 6:00 PM Die Reformgegner liegen den bisherigen Auszählungen zufolge deutlich vorn, die Regierung in Athen feiert bereits - und hat angekündigt, noch am Abend mit ihren Gläubigern neu verhandeln zu wollen . Die internationalen Geldgeber hatten allerdings gewarnt, ein mehrheitliches Nein beim Referendum werde alles noch komplizierter machen und womöglich ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro nach sich ziehen . Regierungschef Alexis Tsipras hatte dagegen seinen Anhängern versprochen, ein Nein werde seine Verhandlungsposition gegenüber den Geldgebern stärken. 7/5/15 5:52 PM Anhänger der Regierungspartei jubeln nach dem Referendum in Athen. Nach bisherigem Stand liegt das Nein-Lager mit 60,6 Prozent vorne. (Foto: Reuters) 7/5/15 5:48 PM Noch sind längst nicht alle Stimmen ausgezählt, doch bisher sieht es so aus, als läge das Nein-Lager deutlich vorn (Stand 19.45 Uhr: 60,53 Prozent). Damit stärkten die Wähler dem linken Ministerpräsidenten Alexis Tsipras den Rücken , der die Forderungen der Geldgeber ablehnt. Noch am Sonntagabend wolle man "substanzielle Gespräche" mit den internationalen Partnern beginnen, sagte Regierungssprecher Gavriil Sakellaridis im Fernsehen. Das Mandat des Volkes sei klar. Tsipras werde sich "sehr schnell bewegen, um den Auftrag des Volkes in die Tat umzusetzen". Es müsse eine Lösung binnen 48 Stunden geben. 7/5/15 5:44 PM Eine Athenerin in Feierlaune: Sandra Demeztzi freut sich über die ersten Zahlen zum Referendum, die auf einen Sieg des Nein-Lagers hindeuten: "Das ist gut für unser Land", sagte die 40-Jährige SPIEGEL-ONLINE-Reporter Björn Hengst. Sie traue den Gläubigern nicht: "Sie haben wie Vampire fünf Jahre lang an unserem Blut gesaugt." (Foto: SPIEGEL ONLINE) 7/5/15 5:39 PM Hier kurz der aktuelle Stand der Auszählungen (19.39 Uhr): Für Nein stimmten 60,47 Prozent der Wähler, für Ja 39,53 Prozent. Auf der Homepage des griechischen Innenministeriums können Sie die Entwicklungen minutenaktuell nachverfolgen. 7/5/15 5:32 PM Unterstützer der griechischen Regierungspartei Syriza freuen sich in Athen über die ersten Auszählungen nach dem Referendum: Demnach liegen die Reformgegner mit etwa 60 Prozent vorn. (Foto: dpa) 7/5/15 5:22 PM Erwartungsgemäß freut sich die Linkspartei. "Was für ein schöner, schöner, schöner Tag", twittert Parteichefin Katja Kipping. 7/5/15 5:20 PM Die Nachrichtenagentur dpa verschickt gerade folgende Eilmeldung: " Die Griechen haben beim Referendum über die Sparpolitik nach ersten Auszählungen die Forderungen der Geldgeber mehrheitlich abgelehnt . Wie das Athener Innenministerium am Sonntag mitteilte, stimmten nach Auszählung von knapp neun Prozent der abgegebenen Wahlzettel 59,9 Prozent mit Nein und 40,1 Prozent mit Ja." 7/5/15 5:19 PM Tja, während viele Menschen wohl ziemlich beunruhigt sind angesichts der möglichen Folgen dieses Abends, twittert ein CDU-Abgeordneter des Bundestags, er könne die "Aufregung nicht verstehen" - "Reisende soll man nicht aufhalten" . 7/5/15 5:19 PM Die Wahllokale sind geschlossen - jetzt wird analysiert und spekuliert. Ein Athener Bürger spricht mit einem Fernsehteam. (Foto: SPIEGEL ONLINE) 7/5/15 5:17 PM Auf der Seite des griechischen Innenministeriums tröpfeln die ersten Auszählungsergebnisse ein. Bitte hier entlang . 7/5/15 5:14 PM Die ersten Reaktionen aus der Bundespolitik laufen ein, wobei man weiter betonen muss: Der Ausgang des Referendums steht bislang nicht fest. Grünen-Chef Cem Özdemir ist besorgt darüber, dass die Nein-Stimmen ersten Umfragen zufolge führen. Die Probleme des Landes würden nicht einfach verschwinden, mahnte er in der ARD. "Man kann Griechenland nicht wegsprengen von Europa. " Die Grünen hatten am Wochenende in einer griechischen Tageszeitung eine Anzeige geschaltet, in der sie sich ein Ja von den Bürgern Griechenlands wünschten. 7/5/15 5:13 PM Auf dem Klafthmonos-Platz in Athen sind die ersten Schaulustigen angekommen, meldet SPIEGEL-ONLINE-Reporter Björn Hengst. Ein Getränkeverkäufer hat sich in Position gebracht - auf dem Platz soll in Kürze eine Party der Syriza-Partei steigen. (Foto: SPIEGEL ONLINE) 7/5/15 5:11 PM Gianis Varoufakis vertreibt sich die Wartezeit mit ein bisschen Medienschelte auf Twitter. 7/5/15 5:09 PM "In 24h we COULD have an agreement", I said. But our toxic media rushed to report that I predicted an agreement within 24h. Go figure! 7/5/15 5:05 PM Im Pressezentrum im Zappeio Mansion haben sich neben Kollege Kazim noch 700 weitere Journalisten und 100 Fotografen eingefunden. Es ist übrigens ein symbolischer Ort : Dort unterzeichnete im Jahr 1979 der damalige Premier Konstantinos Karamanlis ein Assoziierungsabkommen, nach dem Griechenland ab 1981 in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft aufgenommen wurde: der Schritt in die EU. Folgt heute der Schritt aus dem Euro? 7/5/15 5:03 PM Hasnain Kazim berichtet aus dem Pressezentrum in Athen: "Griechische Journalistin steht gebannt vor den dort aufgebauten Fernsehern und sagt: 'Das ist die bekloppteste Wahl, die wir Griechen je hatten. Leider ist es auch die wichtigste.' " 7/5/15 4:36 PM Hier noch ein paar Zahlen der Erhebungen, die nun veröffentlicht worden sind: Der Privatsender Alpha berichtet, 49,5 bis 50,5 Prozent der Griechen hätten mit Nein gestimmt, 45,5 bis 50,5 Prozent mit Ja. Der Sender Star berichtete, zwischen 49 bis 54,5 Prozent der Griechen hätten mit Nein und zwischen 45,5 bis 49,5 Prozent mit Ja gestimmt. Sie sehen: alles sehr grob und unbedingt mit Vorsicht zu genießen. 7/5/15 4:30 PM Ein Ergebnis des Referendums steht noch nicht fest, doch dieser Termin wurde gerade bekannt gegeben: Kanzlerin Angela Merkel wird am Montag nach Paris reisen, um mit Präsident François Hollande über den Ausgang des Griechenland-Votums zu beraten. Deutschland und Frankreich sind in der Eurozone die beiden größten Einzel-Kreditgeber Griechenlands. 7/5/15 4:28 PM Unser Kollege Hasnain Kazim ist in Athen und meldet, dass sich Anhänger der Regierungspartei Syriza allmählich am Klafthmonos-Platz im Zentrum der Stadt einfinden. Eine Bühne wird aufgebaut, Fernsehjournalisten beziehen schon mal Stellung. Die Nachricht von Umfragen, wonach die Nein-Stimmen knapp vorne liegen, sorgt bei ihnen für Freude. Premierminister Tsipras hat schon eine "Feier" für den Abend angekündigt, auch er wird am späteren Abend an diesem Ort erwartet. 7/5/15 4:24 PM Premier Alexis Tsipras hat am Vormittag in Athen seine Stimme abgegeben. Seine Regierung hatte für ein Nein getrommelt. Sie hofft, dadurch in eine bessere Verhandlungsposition zu gelangen. 7/5/15 4:18 PM Drei Umfragen – die, wie gesagt, bereits vor der Abstimmung erhoben wurden, aber erst jetzt veröffentlicht worden sind – sehen allesamt das Nein-Lager vorn, wenn auch sehr knapp . 7/5/15 4:09 PM Die Wahllokale sind geschlossen. Und, zack, schon gibt es die ersten Eilmeldungen – Umfragen sehen das Nein-Lager vorn. Diese Meldungen sind mit Vorsicht zu genießen . Es sind Umfragen, die in den Tagen vor dem Referendum durchgeführt wurden. Es ist noch unklar, wann genau es verlässliche Hochrechungen geben wird. Wir rechnen damit, dass dies erst zwischen 20 und 21 Uhr deutscher Zeit (21 und 22 Uhr Ortszeit) sein wird. Wenn die Zahlen eindeutiger sind, könnte das Ergebnis allerdings auch früher feststehen. 7/5/15 4:00 PM In unserem Newsblog versorgen wir Sie mit den wichtigsten Entwicklungen und neuesten Zahlen dieses Abends. Eindrücke vor Ort sammeln unsere drei Reporter in Athen . Auch in den Büros in Berlin und in Brüssel sowie hier im Newsroom in Hamburg sind wir an diesem für Europa wichtigen Abend im Einsatz. 7/5/15 3:53 PM Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser! Langsam wird es ernst: Die Wahllokale in Griechenland schließen in wenigen Minuten. Dann wird ausgezählt. Stimmen die Griechen den Reformvorschlägen der Gläubiger zu? Oder lehnt eine Mehrheit diese ab, wie von ihrer Regierung in Athen erhofft? Show more Tickaroo Liveblog Software



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