Verdacht auf Pferdehack Niederlande rufen 28.000 Tonnen Fleisch zurück

Große Mengen Rindfleisch aus den Niederlanden sind möglicherweise mit Pferdefleisch vermischt worden. Die niederländische Lebensmittelaufsicht untersucht rund 28.000 Tonnen verdächtiges Hack. Ob falsch deklarierte Lebensmittel nach Deutschland gelangt sind, ist noch unklar.
Rinderhack im Supermarkt: Skandal um Pferdehack nimmt kein Ende

Rinderhack im Supermarkt: Skandal um Pferdehack nimmt kein Ende

Foto: Hendrik Schmidt/ dpa

Utrecht - Der Pferdefleischskandal ist auch nach mehr als einem Jahr noch nicht ausgestanden. Niederländische Behörden haben rund 28.000 Tonnen verdächtiges Fleisch zurückbeordert, das möglicherweise mit Pferdefleisch vermischt wurde. Eine Großschlachterei müsse die gesamte Produktion der vergangenen zwei Jahre vom Markt nehmen, teilte die Kontrollbehörde für Nahrungsmittel in Utrecht mit . Das Unternehmen aus der östlichen Provinz Gelderland steht im Verdacht, teures Rind mit billigerem Pferdefleisch vermischt zu haben.

Bei strafrechtlichen Ermittlungen war in Beständen der Schlachterei Pferde-DNA entdeckt worden. Der Betrieb konnte die Herkunft der Ware nicht nachweisen. "Zur Zeit gibt es keine konkreten Hinweise auf eine Gefahr für die Gesundheit", teilte die Behörde mit. Ein großer Teil der Ware sei wahrscheinlich schon konsumiert. Die Behörde informierte auch über das europäische Alarmsystem andere Länder von dem Rückruf. Welche Länder möglicherweise betroffen seien, konnte die Behörde noch nicht sagen.

Anfang Februar 2013 war zum ersten Mal in deutschen Supermärkten nicht deklariertes Pferdefleisch in Fertigprodukten entdeckt worden. Der öffentliche Aufschrei war groß, die Behörden versprachen umgehend Abhilfe. Sie wollten die Kontrollen und Strafen verschärfen. Passiert ist seitdem kaum etwas.

ssu/dpa
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