Atomkonflikt Singapur stellt Handel mit Nordkorea ein

Isoliert, isolierter, Nordkorea: Nun will auch Singapur keinen Handel mehr mit dem kommunistischen Regime betreiben. Damit folgt der Stadtstaat dem Beispiel von China und den USA.
Skyline von Singapur

Skyline von Singapur

Foto: REUTERS

Im Atomstreit mit Nordkorea hat Singapur alle Handelsbeziehungen zu dem ostasiatischen Land gekappt. Seit gut einer Woche dürfen keine Güter mehr zwischen den beiden Ländern gehandelt werden, wie aus einem Rundschreiben der Zollbehörde des Stadtstaats hervorgeht.

Das Verbot betreffe "alle kommerziell gehandelten Güter", sagte der Chef der Handelsbehörde von Singapur. Händlern, die das Verbot unterlaufen, drohen dem Rundschreiben zufolge eine Geldstrafe von mindestens 100.000 Singapur-Dollar (rund 63.000 Euro), bis zu zwei Jahre Haft oder beides.

Nordkorea importierte im vergangenen Jahr nach UN-Angaben Waren im Wert von elf Millionen US-Dollar aus Singapur. Damit ist Singapur Nordkoreas achtwichtigster Importpartner. Die weitaus meisten Importe in das isolierte Land kommen aus China (2,4 Milliarden US-Dollar), gefolgt von Thailand (64 Millionen) und Russland (58 Millionen).

Wegen des rücksichtslosen Vorgehens von Nordkorea, hatten zuletzt immer mehr Länder Sanktionen gegen das Land verhängt. Unter anderem kündigte China im September an, alle nordkoreanischen Firmen schließen zu lassen. Die Volksrepublik gilt als wichtigster Partner von Diktator Kim Jong Un.

bam/dpa
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