Weltwirtschaft OECD warnt vor schwächstem Wachstum seit Finanzkrise

Die OECD erwartet im laufenden Jahr das niedrigste Wachstum der Weltwirtschaft seit der globalen Finanzkrise. Besonders skeptisch ist die Prognose für Deutschland und Großbritannien.

Die OECD warnt vor dem schwächsten Wachstum seit der globalen Finanzkrise
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Die OECD warnt vor dem schwächsten Wachstum seit der globalen Finanzkrise


Die Organisation OECD sieht schwierige Zeiten auf die globale Wirtschaft zukommen. "Die Aussichten werden zunehmend fragil und unsicher", heißt es im nun veröffentlichten Konjunkturausblick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China belastete die Konjunktur. Die Weltwirtschaft dürfte im Kalenderjahr 2019 laut der OECD nur noch um 2,9 Prozent wachsen. Im Mai war sie noch von einem Plus von 3,2 Prozent ausgegangen. Im Vorjahr war die Weltwirtschaft um 3,6 Prozent gewachsen.

Handelskonflikte treffen Deutschland besonders stark

Für die Eurozone und die USA wurden die Prognosen für das laufende und das kommende Jahr gesenkt. Besonders skeptisch blickt die OECD auf Deutschland. Hier wurde die Prognose für das laufende Jahr um 0,2 Punkte auf 0,5 Prozent reduziert. Noch stärker wurden die Erwartungen für 2020 gesenkt: Es wird nur noch eine Zunahme beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,6 Prozent erwartet. Im Mai war die OECD noch von 1,2 Prozent ausgegangen.

Auch der Brexit könnte ein großes Risiko sein

Deutschland werde als exportorientierte Volkswirtschaft besonders stark durch die Handelskonflikte getroffen. Die OECD spricht von eskalierenden Handelsspannungen, die das Vertrauen und Investitionen belasteten. Die zunehmende politische Unsicherheit gefährde die Aussichten. Bisher habe vor allem die Industrie unter den Handelskonflikten gelitten.

In China rechnet die OECD mit einer geringeren Konjunkturabschwächung. Allerdings bestehe laut OECD die Gefahr eines stärkeren Abschwungs. Dies könne zu einer längeren Phase einer schwachen Importnachfrage führen.

Ein großes Risiko sieht die OECD mit Blick auf Großbritannien. Ein Brexit ohne Einigung könne das Land im kommenden Jahr in eine Rezession stürzen. Dies würde das Wachstum in ganz Europa merklich reduzieren.

flg/dpa



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