Zuwachs im öffentlichen Dienst Polizei und Kitas stellen Tausende Mitarbeiter ein

Mehr Polizisten und Erzieher: Im vergangenen Jahr wurden im öffentlichen Dienst insgesamt 60.000 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt. Doch das Wachstum reiche nicht aus, kritisiert der Gewerkschaftsbund.

Im öffentlichen Dienst steigt die Beschäftigtenzahl
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Im öffentlichen Dienst steigt die Beschäftigtenzahl


Die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist im vergangenen Jahr gestiegen. Einen starken Personalzuwachs gab es bei Polizei und Kindertagesstätten.

Bis zum 30. Juni 2018 sei die Beschäftigtenzahl im Vergleich zum Vorjahr vorläufigen Daten zufolge um 60.500 oder 1,3 Prozent auf rund 4,8 Millionen Beschäftigte gewachsen, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Bei der Polizei wurden demnach binnen einem Jahr 7000 Beschäftigte eingestellt, was einem Plus von 2,2 Prozent entsprach. Dies sei nach dem Rekordzuwachs im Jahr davor mit 7200 Menschen der zweitgrößte Zuwachs seit mehr als 20 Jahren. Ursache sei vor allem die gestiegene Zahl der Beamtenanwärter.

Gewerkschaft kritisiert Zuwachs als unzureichend

Bei kommunalen Kindertagesstätten setzte sich der Zuwachs an Personal mit einem Plus von 9200 oder 4,4 Prozent weiter fort. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre sei die Zahl der Erzieher um 62 Prozent auf insgesamt 221.300 Betreuer stark gestiegen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisierte den Zuwachs als unzureichend. Die Entwicklung sei "ein Witz angesichts der Tatsache, dass in den kommenden zehn Jahren mehr als ein Viertel des Personals in den Ruhestand gehen wird", teilte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack in Berlin mit. Vielerorts gingen Beschäftigte wegen Personalmangels "auf dem Zahnfleisch".

brt/AFP/dpa

insgesamt 4 Beiträge
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isi-dor 21.06.2019
1.
Wir bräuchten mehr Leute in Schulen und Universitäten, nicht bei der Polizei.
Spiegelbremen1006 21.06.2019
2.
Na, interessant einseitige Sicht zur Lösung der Probleme im öffentlichen Dienst, die Polizei von der Personaldebatte auszuklammern. Spannend wäre Ihre Sichtweise zu erfahren, nachdem sie selbst Opfer einer Straftat geworden sind oder dringend Hilfe benötigen.
valensine 21.06.2019
3. Qualität!
Es sollte vor allem auch auf die Qualität bei den Einstellungen geachtet werden. Gerade in Kitas,wo sogar die Stammbelegschaft eigentlich ständig nachgeschult werden sollte
dickebank 21.06.2019
4. totgelacht
Wie viele der Neueingestellten haben denn eine zusätzlich geschaffene Planstelle. Wenn bei der Polzei 7000 Leute in ATZ gehen, dann sind 7000 Anwärter ein Nullsummenspiel, da die ATZler ja während der passiven Phase noch eine Planstelle besetzen. Wenn man dann noch bedenkt, dass ca.10% bis 15% vor Ende des Vorbereitungsdienstes ausscheiden, dann bleibt unter dem Strich ein zusätzlicher Personalbedarf.
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