Coronakrise Scholz will Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängern

Finanzminister Olaf Scholz will die Unterstützung von Betrieben in der Coronakrise ausweiten. Ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld soll künftig für zwei Jahre bestehen.
Olaf Scholz

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Odd Andersen/ AFP

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will die Auszahlung des Kurzarbeitergeldes von derzeit einem auf zwei Jahre verlängern. "Die Coronakrise wird ja in den nächsten Wochen nicht plötzlich verschwinden", sagte der Vizekanzler der "Bild am Sonntag".

Die Bundesagentur zahlt derzeit vielen Arbeitnehmern Kurzarbeitergeld. Ein Anspruch darauf besteht, wenn ein Arbeitgeber die regelmäßige Arbeitszeit krisenbedingt kürzen muss. Kurzarbeitergeld soll den Verdienstausfall für Angestellte teilweise ausgleichen und zudem Arbeitsplätze erhalten.

Laut Scholz brauchen Unternehmen und Beschäftigte von der Regierung ein klares Signal. "Wir gehen mit euch den gesamten Weg durch die Krise, damit niemand auf der Strecke ohne Not entlassen wird", sagte der SPD-Politiker.

Als SPD-Kanzlerkandidat versprach Scholz zudem, die Bundesregierung im Falle seiner Wahl zur Hälfte mit Frauen zu besetzen. Deutschland solle eine "Respektgesellschaft" werden, sagte Scholz. Zum Respekt gehörten ordentliche Löhne, aber auch echte Gleichstellung von Frauen und Männern.

"Da geht es auch um Macht. In meiner Bundesregierung werden zur Hälfte Frauen sitzen", sagte Scholz, der sich selbst als Feminist bezeichnet. Diese Bedingung solle für alle Regierungsparteien gelten.

ssu/AFP