Bis März 2020 Opec verlängert Erdöl-Förderlimit

Der bisherige Pakt der Opec war ausgelaufen, nun haben sich die Staaten auf eine weitere Drosselung der Erdöl-Förderung verständigt. Verbraucher müssen sich auf steigende Preise einstellen.

Opec-Generealsekretär Mohammad Barkindo (rechts) wurde in seinem Amt bestätigt.
Leonhard Foeger/REUTERS

Opec-Generealsekretär Mohammad Barkindo (rechts) wurde in seinem Amt bestätigt.


Die Organisation erdölexportierender Länder Opec hat bekanntgegeben, die Ölproduktion für weitere neun Monate bis Ende März 2020 zu drosseln. Die Mitgliedsländer des Exportkartells hätten sich bei ihrem Treffen in Wien darauf verständigt, teilte der Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate mit.

Russland und Saudi-Arabien, die Nummer zwei und drei der Öl-Förderer hinter den USA, hatten sich bereits am Wochenende am Rande des G20-Gipfels in Osaka für eine Verlängerung der bisherigen "Förder-Bremse" ausgesprochen. Die als "Opec+" bekannte Gruppe der 14 Opec-Staaten hat ihre Produktion seit Längerem um 1,2 Millionen Barrel pro Tag (159 Liter) gekürzt, was rund 1,2 Prozent der weltweiten Nachfrage entspricht. Damit soll ein Überangebot auf dem Ölmarkt verhindert werden, das die Preise drücken würde. Der bisherige Pakt lief am Sonntag aus.

Die Verbraucher müssen sich daher auf steigende Preise beim Heizöl- und Benzinkauf einstellen. Am Montag legten die Ölpreise zunächst kräftig zu, fielen dann aber auf 65,19 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent.

Die Opec-Länder haben sich zudem auf eine Kooperations-Vereinbarung verständigt, die am Dienstag den Nicht-Opec-Ländern präsentiert werden soll. Die Vereinbarung soll die Zusammenarbeit der 24 Länder weiter festigen. Zudem wurde Opec-Generalsekretär Mohammad Barkindo für drei weitere Jahre in seinem Amt bestätigt.

hba/Reuters/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
espressotime 02.07.2019
1.
Wäre interessant mal zu wissen, was Iran dazu sagt, der auch Mitglied ist.
rainercom 04.07.2019
2. Verbraucher müssen sich auf steigende Preise einstellen
Warum? Es ändert sich nicht nur das Abkommen wird verlängert. Aber die Unternehmen wollen mehr Profit machen. So wird ein Schuh daraus.
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