Staatsdiener im Ruhestand Zahl der Pensionäre wächst auf 1,34 Millionen – und damit steigen auch die Kosten

Die Zahl der Pensionäre in Deutschland hat sich erneut erhöht. Mittlerweile zahlt die öffentliche Hand für ehemalige Staatsdiener fast 50 Milliarden Euro – pro Jahr.
Foto: Sebastian Kahnert / dpa

In Deutschland gibt es mehr Pensionäre. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent auf rund 1,34 Millionen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Pensionäre des öffentlichen Diensts erhielten demnach ein Ruhegehalt von durchschnittlich 3110 Euro brutto im Monat (2019: 2970). In Summe beliefen sich die Ausgaben für die Pensionen ehemaliger Staatsdiener 2019 auf 48,8 Milliarden Euro, so die Statistiker.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 63.500 Neu-Pensionäre gezählt. Davon erreichten 13.700 die gesetzliche Regelaltersgrenze, ein Anteil von 22 Prozent. 36.400 schieden mit Erreichen einer bestimmten Altersgrenze vorzeitig aus dem Dienst oder erreichten ein Pensionsalter, wie es etwa für Berufssoldaten gilt. 16 Prozent der neuen Pensionäre wurden wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt, im Durchschnitt waren sie 56 Jahre und 11 Monate alt.

Die Zahl der Pensionäre im Bereich des Bundes blieb nahezu unverändert, wie das Amt weiter mitteilte. Dagegen sei sie bei den Ländern um drei Prozent gestiegen, bei den Kommunen um 3,6 Prozent. Der Schuldienst der Länder bilde mit einem Anteil von 33,1 Prozent aller Pensionäre die größte Gruppe der Ruhegehaltsempfänger in Deutschland. Danach folgten ehemalige Post- sowie Bahn-Beamte.

Seit dem Jahr 2000 hat sich den Statistikern zufolge die Zahl der Pensionäre stark erhöht – um 53,9 Prozent. Der Anstieg lasse sich vor allem auf die hohe Zahl der pensionierten Lehrer zurückführen, die ihren Dienst in den Sechziger- und Siebzigerjahren begonnen hatten.

hej/dpa
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