Hilfen für Portugal IWF gibt mehr als fünf Milliarden Euro frei

Das notleidende Portugal bekommt frisches Geld: Der Internationale Währungsfonds hat die Auszahlung von 5,2 Milliarden Euro aus dem Rettungsprogramm genehmigt. Das Land mache Fortschritte bei seinen Haushaltsreformen.


Washington - Portugal gewinnt ein wenig Zeit: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Auszahlung von 5,2 Milliarden Euro aus dem Rettungsprogramm für das Land genehmigt.

Der IWF attestierte Portugal Fortschritte bei Haushaltsreformen wie dem Umbau staatlicher Unternehmen. Auch die Finanzmärkte bewerten die Entwicklung in Portugal derzeit positiv: Das Land konnte sich zuletzt auch am Kapitalmarkt wieder kurzlaufende Kredite beschaffen.

Das Rettungsprogramm von EU und IWF für Portugal umfasst insgesamt 78 Milliarden Euro. EU-Währungskommissar Olli Rehn hält zusätzliche Hilfen für denkbar. Die EU sollte bereit ein, irgendwann mehr zur Verfügung zu stellen, sagte Rehn am Mittwoch. Die portugiesische Regierung selbst lehnt dies ab.

Eine Analyse zur Schuldenmisere in Portugal lesen Sie hier.

ssu/Reuters



insgesamt 4 Beiträge
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ralfhettich 05.04.2012
1. Portugal braucht Regen und nicht die Milliarden der IWF
Das Land leidet unter einer Trockenheit. Ausbleibender Regen ließ den eingesäten Winterweizen verkümmern und je länger die Trockenzeit andauerte, um so geringer war die Aussicht, dass sich die Frucht noch erholen und gedeihen würde. So sind viele Bauern am Rande ihrer Existenz und müssen für das Vieh Tierfutter einkaufen. Dabei gehen die Ersparnisse und die schmalen Gewinne der letzten Jahre darauf. Eine passsende Geschichte habe ich hier gefunden: Regen ernährt die Familie von Calimente – und nicht die Millarden der EU « Monte Leva Tempo (http://montelevartempo.wordpress.com/2012/04/02/regen-ernahrt-die-familie-von-calimente-und-nicht-die-millarden-der-eu/)
agua 05.04.2012
2. Wirkliche Not
Zitat von sysopDas notleidende Portugal bekommt frisches Geld: Der Internationale Währungsfonds hat die Auszahlung von 5,2 Milliarden Euro aus dem Rettungsprogramm genehmigt. Das Land mache Fortschritte bei seinen Haushaltsreformen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,825867,00.html
durch die rigorosen Sparmassnahmen in der Bevoelkerung,und diese sieht keinen Euro von den Milliarden.Augenwischerei der Politiker in Bruessel findet statt.Portugal befindet sich auf dem Weg in den Ruin auf Kosten der Bevoelkerung.Der fehlende Winterregen hat die Viele Bauern gezwungen,ihr Vieh zu verkaufen.Passos Coelho verkauft die Portugiesen.Wie so oft ,wurde er gewaehlt, wegen seiner Versprechungen,von denen er bis jetzt jede gebrochen hat.
wwwwebman 05.04.2012
3. armes portugal!
wie fühlt es sich an, wenn das gift in deine adern schießt? vergiss nicht, sie wollen nicht dir helfen, sondern sich selbst...
edmond_d._berggraf-christ 05.04.2012
4. Portugal helfen nur der Staatsbankrott und die wirtschaftliche Vernunft
Seinen riesigen Schuldenberg vermag das kleine Portugal so wenig abzuragen wie dies Griechenland oder Irland vermögen und daher muß das Land den Staatsbankrott verkünden, um zumindest diesen Mühlstein abwerfen zu können; ansonsten hilft ihm nur die Rückkehr zur wirtschaftlichen Vernunft wie sie Friedrich der Große in seinem politischen Testament geschildert hat, denn ein Land vermag nicht vom Baugewerbe und dem Fremdenverkehr zu leben: "Sie fordert aber auch die möglichste Erhaltung des Volksvermögens, damit es nicht unnötig ins Ausland abwandert. Dies ist der Grundsatz bei der Aufstellung der Akzise- und Zolltarife, darum besteuern wir unbarmherzig alle Waren, die wir selbst herstellen, und unsere Bodenerzeugnisse. So verhindern wir auch, daß wir durch übertriebenen Luxus bettelarm werden. Aus den Einfuhrlisten erfahren wir ferner, was ins Land kommt; auf ihrer Grundlage baut man seine Berechnungen auf und zieht neue Industrien ins Land, um fremde Waren entbehren zu können."
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