Pressekompass Ist das Hoeneß-Urteil gerecht? Das sagen die Medien

Ist das Urteil für Uli Hoeneß - dreieinhalb Jahre Haft - wegweisend für ein härteres Vorgehen gegen Steuersünder? Die Meinungen der Medien im Überblick, in Kooperation mit pressekompass.net.



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Creedo! 14.03.2014
1. hm ...
Letztlich ist Hoeneß ein Bürger wie jeder andere. Er hat gegen Recht und Gesetz verstoßen und wird entsprechend bestraft. Ob das Strafmaß von 3,5 Jahren Haft gerecht ist, sei dahingestellt. Wenn es sich im üblichen Rahmen für entsprechende Vergehen bewegt, dann ist das Urteil in Ordnung. Dass sich Herr Hoeneß sich die Angelegenheit anders vorgestellt hat und mit einer Selbstanzeige eine Verurteilung verhindern wollte ist klar. Mit dem Zeitpunkt und wohl auch mit dem Umfang seiner Selbstanzeige hat er gepokert wie einst an der Börse. Nur hat er sich dieses Mal verspekuliert und muss jetzt die Konsequenzen tragen. Sein Mitwirken wird bestimmt bei der Bemessung des Strafmaßes eingeflossen sein und war somit nicht gänzlich umsonst. Daher ist das Urteil im Rahmen von Recht und Gesetz gerecht.
4magda 14.03.2014
2.
Zitat von sysopREUTERSIst das Urteil für Uli Hoeneß - dreieinhalb Jahre Haft - wegweisend für ein härteres Vorgehen gegen Steuersünder? Die Meinungen der Medien im Überblick, in Kooperation mit pressekompass.net. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/pressekompass-zum-hoeness-urteil-ist-es-gerecht-a-958578.html
Das Urteil mag im Sinne des geschriebenen Rechtes richtig sein. Aber ist das geschriebene Recht richtig? In München gab es gestern 2 Jahre plus X für eine fahrlässige Körperverletzung mit Todesfolge für einen Taxifahrer. OK, die Steuern wurden hinterzogen. Es erfolgt eine Nachzahlung der Steuerschuld. Man nehme jetzt an, die nachgezahlte Steuersumme bekommt Wowereit in Berlin für den Weiterbau seines ach so schönen Flughafen. Stimmt da unser geschriebenes Recht noch? Ich meine nein. Es würde reichen, die Steuerschuld zu begleichen und eine Strafsteuer mit Summe X dem Schuldner aufzudrücken. Der Steuerverschwender wird ja auch nicht bestraft. Mag sein, das sich der Steuersünder mit dem Geld bereichert hat; gleichzeitig sonnt und aalt sich der Steuerverschwender in seinem schönen Projekt. I-was passt nicht.
ocean12 14.03.2014
3. Zu wenig
Vor ein paar Wochen wurde die Freundin vom Bierkönig für Ihre Geschenke die sie nicht versteuert hatte zu 2,5 Jahren verurteilt, dabei ging's um weniger als 200.000 Euro. Hier wurden unglaubliche 30 Mill. Euro hinterzogen und dafür nur 3.5 Jahre??? Ich hätte dem Staatsanwalt zugestimmt und ihn mindestens für die 5.5 Jahre verknackt.
Robert M 14.03.2014
4. ich versteh' die (Fiskus-)Welt nicht mehr...
Das eine ist: Wenn Oma Gertrude* (*Name von der Redaktion geändert, aber aus dem wirklichen Leben) mit einem 400 Euro Job Ihre Rente aufbessert, kommt sofort der Fiskus und verlangt neben einer Steuererklärung - was ja ok ist - eine STEUERVORAUSZAHLUNG für's kommende Jahr. Echt nett! Kümmert Euch wirklich intensiv um die Kleinen mit 1200Euro im Monat. Andere Staaten schauen JEDEM der ein größeres Einkommen hat (sagen wir mal ab 1,0Mio p.A.) ganz genau auf die Finger. Da sollte eigentlich jeder seinen ganz persönlichen (unbestechlichen und wechselnden) Finanzbeamten haben der auch mal auf die Einkünfte schaut und wo diese bleiben. Wenn Jemand mal eben 150Mio wo anders hinschafft fällt das in Deutschland keinem auf??? Ne klar die Masse machts, da sind die kleinen Einkommen wohl wichtiger. Wei war der Spruch mit 'die kleinen....'. Das Zweite ist, daß letztlich auch der Sport aus Steuermitteln unterstützt wird. Vielleicht nicht die Superelite aber hier und da vielleicht mal eine Jugendmannschaft. Auch Denen wurde damit schließlich Geld entzogen. Ich glaube eine Debatte um das Verantwortungsbewußtsein der Reichen (und Unternehmer) zur Gesellschaft ist hier mal angebracht. Es wäre aus meiner Sicht besser die Klappe zu halten den Kopf in Demut zu senken, dankbar für den (m..E.) kleinen Warnschuß zu sein, die Ämter niederzulegen und nach Abzahlen der Strafe eine Stiftung (20Mio?) zu Gründen um damit die Sportjugend zu fördern. Die nächsten in der Größenordnung sollte man teeren, federn und durch die Stadt jagen ;-)
andreasbln 14.03.2014
5. denn sie wissen nicht was sie sagen.....
um politische Steuerverschwendung oder Fehlausgaben mit Steuerhinterziehung zu vergleichen bzw. sogar gleichstellen zu wollen, bedarf es schon eines gesundes Maßes an Realitätsferne und Naivität. Solche Vergleiche werden auch nur gezogen, weil es hier ums Geld geht. Da wirft man gerne mal alles in einen Topf. Selbstverständlich ist die Verschwendung von Steuergeldern zu verhindern und manch einer muss politische Konsequenzen tragen, aber mit Strafrecht zu drohen ist kompletter Irrsinn. Ich möchte denjenigen sehen, der noch ein öffentliches Amt übernimmt, wenn für Fehler in diesem Bereich persönlich mit Knast rechnen muss. Vielleicht sollte 4magda mall für die Position des Regierenden vorsprechen und kund tun, dass sie (?) gerne in den Knast geht, falls sie im Amt durch Fehlentscheidungen Steuergelder verschwendet. Viel Spaß dabei.
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