Privatisierungen Griechenland bringt Treuhand an den Start

Die Griechen machen Tempo bei ihrem Privatisierungsprogramm. Das Schuldenland hat eine Behörde gegründet, die Staatsbesitz schnell zu Geld machen soll. Die Voraussetzungen sind gut: Einer der obersten Verkäufer ist Investmentbanker.

Hafen von Piräus: 50 Milliarden bis 2015 erlösen
AP

Hafen von Piräus: 50 Milliarden bis 2015 erlösen


Athen - Die griechische Regierung stellt alles zum Verkauf: ihre Anteile am Hafen von Piräus, an Banken und an Wasserversorgern. Nun steht auch der Verkäufer fest: Chef der neuen griechischen Privatisierungsbehörde soll der Banker Kostas Mitropoulos werden. Finanzminister Evangelos Venizelos schlug am Montag den derzeitigen Leiter des Investment-Arms einer der größten griechischen Privatbanken (Eurobank) für das Amt vor.

Mit an der Spitze der "griechischen Treuhand" steht noch der Ökonomie-Professor aus der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki, Ioannis Koukiadis. Zudem gehören der Treuhand drei weitere Experten an, die das Vertrauen der Oppositionsparteien Griechenlands genießen.

Nach dem Muster der deutschen Treuhandanstalt in der Nachwendezeit soll die neue Behörde bis 2015 durch den Verkauf von Staatsbesitz bis zu 50 Milliarden Euro einnehmen. Die Privatisierungen gehören zu den Bedingungen, die EU und Internationaler Währungsfonds (IWF) als Gegenleistung für ein zweites Hilfsprogramm für das Pleiteland verlangen. Griechenland hat bereits einen Zehn-Prozent-Anteil an der Telekommunikationsgesellschaft OTE an die Deutsche Telekom Chart zeigen verkauft.

yes/Reuters



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Seite 1
zynik 11.07.2011
1. akropolis wird callcenter
Zitat von sysopDie Griechen machen Tempo bei ihrem Privatisierungsprogramm. Das Schuldenland hat eine Behörde gegründet, die Staatsbesitz schnell zu Geld machen soll. Die Voraussetzungen sind*gut: Einer der obersten Verkäufer ist Investmentbanker. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,773739,00.html
Ein Investmentbanker als Treuhänder. Was soll da noch schief gehen?
flötrolf 11.07.2011
2. Also, bitte etwas mehr Qualität in der Berichterstattung bitte!
Zitat von sysopDie Griechen machen Tempo bei ihrem Privatisierungsprogramm. Das Schuldenland hat eine Behörde gegründet, die Staatsbesitz schnell zu Geld machen soll. Die Voraussetzungen sind*gut: Einer der obersten Verkäufer ist Investmentbanker. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,773739,00.html
Der Hafen von Piräus ist bereits privatisiert! Ein weiteres Paket der OTE ist zu einem Festpreis aus alten Verträgen an die Deutsche Telekom gegangen, die sich mit Händen und Füßen gewehrt hat. 600 Mio. € ca. 38 % über Marktpreis und unternehmerischem Risiko! Anspruch und Wirklichkeit klaffen in Griechenland himmelweit auseinander! Wer will sich bei den Versorgern, Gas, Wasser, Strom, die Betriebsgewerkschaften gefallen lassen (Pförtner mit 18 Monategehältern bei 75.000 € Jahresbrutto). Und wenn man etwas kauft, weiß man nicht sicher, was?!? Da waren die Griechen auch was die Buchführung anbelangt, eher innovativ und gestaltend tätig. Die griechische Eisenbahn steht mit 8 - 10 Mrd. in den Büchern bei 2 Mio. € Verlust pro Tag? Also bitte. Und die Griechen sind diskriminierend: sie schließen Türken von Privatisierungen aus. Die Griechen merken nicht, dass sie in der internationalen Arbeitsteilung ausschließlich über schöne Strände, blaues Wasser und wunderschöne Sonne wahrgenommen werden. Es wäre etwas anderes, wenn sie sich zusammen mit den Türken auf die Förderung von Öl- und Gas in der Ägäis einigen könnten. Ein Schritt voran wäre die rückstandsfreie Aussöhnung mit der Türkei! Beide Länder können ausserhalb der EU in einer priviligierten Partnerschaft aufschließen.
frubi 11.07.2011
3. .
Zitat von sysopDie Griechen machen Tempo bei ihrem Privatisierungsprogramm. Das Schuldenland hat eine Behörde gegründet, die Staatsbesitz schnell zu Geld machen soll. Die Voraussetzungen sind*gut: Einer der obersten Verkäufer ist Investmentbanker. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,773739,00.html
Ausverkauf bei Papadopoulus. Wer hat noch nicht, wer will noch mal. Flughafen jetzt zum Schnäppchenpreis. Kaufen Sie schnell und zocken Sie den griechischen Flugreisenden im Anschluss mehrere Jahre lang ab. Der oberste Verkäufer ist ein Investmentbanker. Gut. Der hat ja genau die richtigen Kontakte um das Staatseigentum, also Volkes Besitz, an seine Kumpanen zu verkaufen. Wir sollten uns das gut ansehen und unsere Politiker vieleicht etwas früher in die Pflicht nehmen. Unsere griechischen Freunde haben es ja zu spät gemerkt. Wir können uns nachher nicht mehr verstecken und alles den Politikern in die Schuhe schieben. Wir lassen es ja auch mit uns machen.
güntersch 11.07.2011
4. Treuhand
Zitat von sysopDie Griechen machen Tempo bei ihrem Privatisierungsprogramm. Das Schuldenland hat eine Behörde gegründet, die Staatsbesitz schnell zu Geld machen soll. Die Voraussetzungen sind*gut: Einer der obersten Verkäufer ist Investmentbanker. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,773739,00.html
Ja, ja die Treuhand hatten wir auch mal in den besetzten Gebieten. Rausgekommen sind nur Schulden und abgewickelte Betriebe. Dazu in Griechenland auch noch einen Investmentbanker einzusetzen ist genau so als wenn man den Bock zum Gärtner macht. Man kann nicht alles Privatiesieren das verkraftet das Land nicht. Griechenland hat nicht viel Industrie und von so einem Land kann man keine großen Sprünge erwarten.
si_tacuisses 11.07.2011
5. Damit sind dann
Zitat von sysopDie Griechen machen Tempo bei ihrem Privatisierungsprogramm. Das Schuldenland hat eine Behörde gegründet, die Staatsbesitz schnell zu Geld machen soll. Die Voraussetzungen sind*gut: Einer der obersten Verkäufer ist Investmentbanker. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,773739,00.html
Korruption, Betrug, Diebstahl, Bestechung, Bestechlichkeit, Tür und Tor geöffnet. Hatten wir sowas nicht auch irgendwann in dunkler Vergangenheit in D ?
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