Protest gegen illegalen Handel USA zerstören sechs Tonnen Elfenbein

Aus Protest gegen den illegalen Handel hat die US-Naturschutzbehörde tonnenweise Elfenbein zerstört. Stoßzähne, Schnitzereien, Schmuck: Insgesamt sechs Tonnen der Objekte aus Elefantenstoßzähnen wurden zu Pulver zerschlagen.
Beschlagnahmtes Elfenbein vor Zerkleinerer: Schmuggel nicht mehr dulden

Beschlagnahmtes Elfenbein vor Zerkleinerer: Schmuggel nicht mehr dulden

Foto: RICK WILKING/ REUTERS

New York - Naturschützer fordern es seit Jahren: Alle Objekte aus Elfenbein sollen konsequent zerstört werden, damit es für den illegalen Handel mit Elefantenstoßzähnen keinen Anreiz mehr gibt. In den USA ist das jetzt passiert: Aus Protest gegen den illegalen Elfenbeinhandel hat die US-Naturschutzbehörde FWS tonnenweise von Schmugglern sichergestelltes Elfenbein zerstört.

Bei der laut Behördenangaben ersten Aktion dieser Art in den USA wurden nahe der Stadt Denver im Bundesstaat Colorado rund sechs Tonnen Elefantenstoßzähne sowie Schnitzereien, Schmuck und kleinere Objekte zu Pulver zerschlagen. "Wir wollen eine deutliche Botschaft senden, dass die USA den illegalen Elfenbeinschmuggel und seine Auswirkungen auf den Elefantenbestand nicht dulden werden", hieß es in einer Mitteilung der Naturschutzbehörde.

Das Elfenbein, das Schätzungen zufolge von mehreren Tausend Elefanten stammt, hatte der US-Zoll Schmugglern im Lauf der vergangenen 25 Jahre abgenommen. Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßte die Aktion, die in ähnlicher Form bereits schon auf den Philippinen, in Kenia und Gabun stattgefunden hatte. Weitere Länder müssten sich anschließen, forderte WWF-Präsident Carter Roberts. Auch zahlreiche Prominente wie der Hollywood-Schauspieler Leonardo DiCaprio und seine Kollegin Kristin Davis unterstützten die Aktion.

Im Zuge des illegalen Elfenbeinhandels sterben weltweit jedes Jahr rund 30.000 Elefanten, mit steigender Tendenz: Die Elefantenwilderei in Afrika ist so weit verbreitet wie seit 30 Jahren nicht mehr. Es sind schwerbewaffnete, auch paramilitärische Gruppen, die den Tieren nachstellen und mit dem Geld aus dem Verkauf der Stoßzähne Waffenkäufe und Terrorismus finanzieren. Auch zahlreiche Park-Ranger, die die Tiere schützen wollten, wurden bei ihrer Arbeit bereits getötet.

nck/dpa
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