Studie zu Putzgewohnheiten Deutsche beschäftigen Haushaltshilfen meist schwarz

In rund jedem zehnten deutschen Haushalt arbeitet eine Putzhilfe. Doch laut einer Studie ist diese nur in 36 Prozent der Fälle angemeldet. Die Minijob-Zentrale schätzt: Die Schwarzarbeit dürfte sogar noch viel weiter verbreitet sein.
Reinigungskraft bei der Arbeit: Boden wischen, Bad putzen, Fenster reinigen

Reinigungskraft bei der Arbeit: Boden wischen, Bad putzen, Fenster reinigen

Foto: Ralf Hirschberger/ picture alliance / dpa

Wer in Deutschland eine Putzhilfe beschäftigt, meldet sie meistens nicht ordnungsgemäß an. Das geht aus einer neuen repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts hervor. Demnach arbeitet in elf Prozent aller Privathaushalte eine Reinigungskraft. Doch nur in 36 Prozent der Fälle sei diese auch angemeldet.

Für die Studie wurden 1500 Menschen befragt, sie wurde von der Minijob-Zentrale in Essen in Auftrag gegeben. Leiter Erik Thomsen vermutet, dass die Schwarzarbeit noch deutlich weiter verbreitet sei, als die Umfrage nahelege. "Schätzungen zufolge liegt die Dunkelziffer der schwarzarbeitenden Haushaltshilfen bei vier Millionen." Als Minijobber angemeldet seien in Privathaushalten nur etwa 284.000 Menschen.

Vor allem die Menschen in Westdeutschland beschäftigen der Studie zufolge Putzhilfen: Dort arbeiten sie in zwölf Prozent der Haushalte, in Ostdeutschland sind es bloß sechs Prozent. Zudem ist die Mehrheit der privaten Arbeitgeber über 60 Jahre alt. Die häufigsten Aufgaben der Haushaltshilfen sind: Boden wischen (74 Prozent), Bad putzen (71 Prozent), staubsaugen (71 Prozent) und Fenster reinigen (69 Prozent).

Der "Putzatlas für Deutschland" zeigt große regionale Unterschiede in Sachen Sauberkeit. Demnach putzen vor allem die Berliner nicht besonders regelmäßig - jeder vierte reinigt seine Wohnung weniger als einmal pro Woche. Am reinlichsten geht es in Baden-Württemberg zu. Alle Ergebnisse der Studie finden Sie hier .

aar/dpa

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