Studie von Citigroup Rassismus soll US-Wirtschaft 16 Billionen Dollar gekostet haben

Rassismus schadet der Wirtschaft: 16 Billionen Dollar hätten rassistische Handlungen die US-Wirtschaft in den letzten 20 Jahren gekostet, sagt eine Studie der Citigroup.
Protestierende im Juni 2020 in New York: Gedenken an Opfer rassistischer Gewalt wie George Floyd und Breonna Taylor

Protestierende im Juni 2020 in New York: Gedenken an Opfer rassistischer Gewalt wie George Floyd und Breonna Taylor

Foto: John Marshall Mantel / imago images/ZUMA Wire

Rassismus hat der US-Wirtschaft laut einer Studie in den vergangenen 20 Jahren enormen Schaden zugefügt. Geringere Löhne und erschwerter Zugang zu Krediten für Schwarze und Latinos hätten zu Einbußen in Höhe von 16 Billionen Dollar (13,7 Billionen Euro) geführt, heißt es in einer Studie des New Yorker Finanzdienstleisters Citigroup.

Neben der Lohnschere verweisen die Autoren der Studie auf eine Reihe weiterer Gründe für die wirtschaftliche Ungleichheit. Dazu zählten etwa Diskriminierung in der Arbeitswelt und schlechterer Zugang zu Bildung für viele Schwarze und Latinos. Wegen des geringeren Einkommens hätten die betroffenen Bevölkerungsgruppen Schwierigkeiten, einen Kredit zu bekommen, und seien häufiger dubiosen Gläubigern ausgeliefert. Auch von Schwarzen geführte Unternehmen erhalten demnach schwerer einen Kredit.

Citigroup kündigte vor diesem Hintergrund an, selbst eine Milliarde Dollar in Geschäftsfelder mit Bezug zur schwarzen Bevölkerung zu investieren. Gut die Hälfte der Summe solle in Hauskredite für Schwarze fließen. Außerdem solle stärker in Unternehmen investiert werden, die Schwarzen gehören, und Anti-Rassismus-Praktiken in der Finanzdienstleistungsbranche gefördert werden.

Die Autoren zeigen auch auf, was passiert, sollte die Lücke bei Löhnen und Kreditzugang in den nächsten fünf Jahren kleiner werden: Dann könnte die US-Wirtschaft um zusätzliche fünf Billionen Dollar wachsen.

caw/AFP
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