Ausblick gesenkt Ratingagentur sieht wachsende Finanzrisiken für EU

Die Bonität der EU könnte sich verschlechtern - die Ratingagentur Standard & Poor's senkte den Ausblick auf negativ. Zu den Gründen gehört neben neuen Hilfen für Griechenland auch der Investitionsplan von Kommissionspräsident Juncker.
EU-Flagge: Gefahr einer Herunterstufung gestiegen

EU-Flagge: Gefahr einer Herunterstufung gestiegen

Foto: Marijan Murat/ picture alliance / dpa

Die Bonitätsnote bleibt vorerst unverändert bei AA plus. Doch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) senkt den Ausblick für die Europäische Union auf negativ. Damit erhöht sich für die EU die Gefahr einer Herunterstufung innerhalb der nächsten zwei Jahre. Bislang war der Ausblick stabil. Insgesamt seien die Risiken für die Finanzlage der EU gestiegen, hieß es zur Begründung.

Zu diesen gehörten die derzeit diskutierten neuen Hilfen für Griechenland, hieß es in der Mitteilung von S&P. Zudem droht Großbritannien, dem zweitgrößten Beitragszahler, der Entzug der Spitzenbonitätsnote. S&P senkte erst vor Kurzem für Großbritannien ebenfalls den Ausblick auf negativ.

Ein weiterer Faktor ist den Angaben zufolge der milliardenschwere Investitionsplan von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Dafür soll ein neuer europäischer Fonds für strategische Investitionen (EFSI) aufgesetzt werden, der über drei Jahre insgesamt 315 Milliarden Euro mobilisieren soll. S&P geht davon aus, dass die EU im Zusammenhang mit der Finanzierung das Erstrisiko tragen könnte.

dab/Reuters
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